Carlos Sainz hat seine vierte Etappe gewonnen: Auf der 283 Kilometer langen Wertungsprüfung vom mauretanischen Kiffa nach Kayes in Mali fuhr der VW-Pilot nach knappen dreieinhalb Stunden die Bestzeit.

"Ein riesiges Dankeschön an die Mechaniker, die in der vergangenen Nacht den Motor revidiert haben, der am Tag zuvor zu heiß geworden war", machte Sainz klar. "Der Tagessieg ist mein Dankeschön für die gute Arbeit, denn der Race Touareg lief erneut wie eine Eins."

Sainz, der im Gesamtklassement den 12. Platz belegt, kam vier Minuten vor Joan Roma, dem schnellsten Mitsubishi Piloten, ins Ziel. Der Spanier hielt zwischenzeitlich für seinen Teamkollegen Luc Alphand an, der mit einem Baum kollidierte und sich ein Rad beschädigte. "Ich hielt an, um sicherzugehen, dass Luc und Gilles okay sind", so Roma. "Sie hatten die nötigen Ersatzteile für das Rad und daher konnte ich weiterfahren. Wir haben die Wüste nun hinter uns gelassen und die Verhältnisse haben sich geändert. Die Rallye ist noch lang. Viele haben gesagt, dass die Rallye nach Mauretanien gelaufen ist, aber das ist definitiv nicht der Fall."

Alphand verlor durch sein Missgeschick über eine halbe Stunde, was vor allem Stéphane Peterhansel zugute kommt. "Das war keine einfache Etappe", so der heutige Drittplatzierte. "Zwischen den Bäumen und Felsen ging es nur langsam vorwärts. Es war nicht einfach, der Erste auf der Strecke zu sein und außerdem war es schwierig einen guten Rhythmus zu finden."

Auf Rang vier kam der Amerikaner Mark Miller ins Ziel, gefolgt von Jutta Kleinschmidt. "Die Navigation war heute sehr schwierig, wir haben etwa fünf Mal richtig gesucht, weil das Roadbook sehr ungenau war", sagte Kleinschmidt. "Mit dem Heck habe ich ein Hindernis leicht berührt und dabei einen Teil der Verkleidung abgerissen - aber die Technik blieb intakt."

Der Drittplatzierte im Gesamtklassement, Giniel de Villiers, konnte Alphands Ausrutscher nicht wirklich ausnutzen. Er kam als Achter ins Ziel. "Leider haben wir heute einige Zeit verloren, als wir in einen Graben gefahren sind", so der Südafrikaner. "Das war ärgerlich, aber zum Glück ist dabei nichts weiter passiert. Die Strecken sind jetzt viel enger, und man muss über die gesamte Distanz sehr konzentriert fahren."

Die morgige Etappe wird über 424 Kilometer von Kayes nach Bamako ausgetragen.

Das Ergebnis der 10. Etappe

1. Carlos Sainz Volkswagen Touareg 3:28.34 Std.
2. Joan Roma Mitsubishi Pajero Evolution 3:32.42 Std.
3. Stéphane Peterhansel Mitsubishi Pajero Evolution 3:33.32 Std.
4. Mark Miller Volkswagen Touareg 3:35.22 Std.
5. Jutta Kleinschmidt Volkswagen Touareg 3:36.40 Std.
6. Jean-Louis Schlesser Schlesser Buggy 3:38.15 Std.
8. Giniel de Villiers Volkswagen Touareg 3:42.33 Std.
15. Luc Alphand Mitsubishi Pajero Evolution 4:04.20 Std.

Das Gesamtklassement

1. Stéphane Peterhansel Mitsubishi Pajero Evolution 38:09.58 Std.
2. Luc Alphand Mitsubishi Pajero Evolution + 40.04 Min.
3. Giniel de Villiers Volkswagen Race Touareg 2 + 1:03.17 Std.
4. Joan Roma Mitsubishi Pajero Evolution + 1:35.24 Std.
5. Jutta Kleinschmidt Volkswagen Race Touareg 2 + 1:59.32 Std.
6. Mark Miller Volkswagen Race Touareg 2 + 3:21.02 Std.
7. Jean-Louis Schlesser Schlesser-Ford + 4:00.26 Std.
8. Carlos Sousa Nissan Pick-up + 5:14.56 Std.
9. Bruno Saby Volkswagen Race Touareg 2 + 8:35.30 Std.
10. Guerlain Chicherit BMW X3 + 8:40.32 Std.
12. Carlos Sainz Volkswagen Race Touareg 2 + 10:13.49 Std.