WRC

WRC Frankreich - Ogier ungefährdet vorn, Loeb rauft sich auf

M-Sport-Pilot Sebastien Ogier ist voll im Plan. Nach den Wertungsprüfungen am Samstag baute der Franzose seinen Vorsprung auf die Verfolger weiter aus.
von Haris Durakovic

Motorsport-Magazin.com - Der amtierende WRC-Meister und Führende der Gesamtwertung, kein geringerer als Sebastien Ogier, behauptete seine Führung, ohne auch den Anschein zu erwecken, großes Risiko eingegangen zu sein. Den vorletzten Tag der Rallye Frankreich beendete Ogier mit einem Vorsprung von 44,5 Sekunden auf seinen nächsten Verfolger Ott Tänak.

Im Gegensatz zum Vortag überließ Ogier die Bestzeiten seinen Mitstreitern. Bei keiner der sechs Wertungsprüfungen war der Franzose Schnellster, aber das musste er auch nicht. "Es kann so viel passieren, aber ich gehe nicht dieses Extrarisiko ein und habe auch nicht das Gefühl, die Rallye zu kontrollieren", so Ogier. "Ich fühle mich zwar wohl, aber wenn jemand behauptet, er hätte alles zu 100 Prozent unter Kontrolle, dann lügt er. Wir müssen weiterhin fokussiert bleiben."

Im Kampf um Platz zwei geht es hingegen wesentlich enger zu. Am Ende des Tages lag der Este Tänak um einen Wimpernschlag von einer Zehntelsekunde vor Thierry Neuville. Citroen-Pilot Kris Meeke verabschiedete sich nach einem Crash aus dem Kampf um einen Platz unter den besten Drei, nachdem er eine Pace Note überhört hatte.

Die letzte Wertungsprüfung starteten Neuville und Meeke noch von Rang zwei aus - beide waren zeitgleich "best of the rest" hinter Ogier. Doch der Belgier Neuville hatte mit Handlingproblemen zu kämpfen, während Meeke nach dem Unfall die Rallye aufgeben musste. Damit rutschte Tänak von Position vier auf den zweiten Rang.

Hinter Neuville reiht sich der Finne Esapekka Lappi mit einem Rückstand von 10,3 Sekunden ein und liegt damit in Lauerstellung auf einen Podestplatz. Abgeschlagen belegen Dani Sordo, Elfyn Evans und Andreas Mikkelsen die Plätze fünf bis sieben. Jan Kopecky folgt mit über acht Minuten Rückstand auf den Spitzenreiter Ogier als Achter, dahinter Yoann Bonato und der ausgeschiedene Kris Meeke.

Sebastien Loeb, der am Freitag nach einem Crash eine Menge Boden verloren hat, nahm die Rallye Frankreich wieder auf und brillierte mit drei Tagesbestzeiten. Die vorletzte Prüfung startet am Sonntag um 09:23 Uhr.


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