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WRC - VW darf 2017er Polo nicht homologieren

Kein Renneinsatz für das neue Auto

Volkswagen darf den neuen Polo nicht nachträglich homologieren lassen. Das entschied die FIA. Der Einsatz für Privatteams ist damit geplatzt.
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Motorsport-Magazin.com - Nun ist auch der letzte Funken Hoffnung geplatzt: VW darf seinen für 2017 entwickelten Polo R WRC nicht homologieren und damit auch nicht an Kundenteams ausliefern. Das hat die FIA nun beschlossen. Damit ist ein Einsatz in der laufenden WRC-Saison ausgeschlossen.

Die ursprüngliche Frist für die Homologation der neuen Autos lief bereits am 1. Januar ab, Volkswagen hoffte dennoch auf eine Möglichkeit zu einem späteren Zeitpunkt. Doch nicht nur die Frist war ein Problem, auch das Reglement wies eine große Hürde auf. Denn die Boliden der 2017er-Generation dürfen nur von Werksteams eingesetzt werden. Dieses hatte VW jedoch Ende 2016 aus der WRC zurückgezogen, der neue Polo sollte von Privat-Teams eingesetzt werden. Ein Einsatz wäre möglich gewesen, ein anderer Hersteller hätte das Fahrzeug aber einschreiben müssen.

Der neue Bolide war fertig entwickelt - Foto: VW

Keine Übereinkunft gefunden

Im Rahmen der Rallye Monte Carlo im Januar tagten die vier verbliebenen Hersteller Toyota, Citroen, M-Sport und Hyundai zusammen mit der FIA, um die Thematik zu erörtern. Als größter Kritiker einer Sonderbehandlung Volkwagens erwies sich Hyundai-Teamchef Michel Nandan, der befürchtete, dass das Reglement ausgehöhlt werden könnte. "Ich habe nichts gegen Volkswagen, aber für mich ist es etwas merkwürdig, dass diese große Entscheidung [des Rückzugs] kam und dann müssen sie auf einmal das Auto homologieren lassen", erklärte er.

Wir möchten der FIA für die konstruktiven Gespräche danken.
Sven Smeets

Nun ist die Entscheidung gefallen, der Polo verschwindet ohne Renneinsatz im Museum. "Wir akzeptieren das Ergebnis vollkommen, gleichzeitig bedauern wir es auch im Sinne unserer Kunden", sagte Volkswagen-Motorsportdirektor Sven Smeets. "Wir möchten der FIA für die konstruktiven Gespräche danken", so Smeets weiter. Die Pläne, das Vorjahresfahrzeug an interessierte Kunden zu liefern, bestünde jedoch weiterhin.


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