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Nach Todesfall bei der Rallye Monte Carlo: Todt nimmt Fans in die Pflicht

Rallye-Fans müssen erzogen werden, findet FIA-Präsident Jean Todt. Nur so könne ein weiterer tödlicher Unfall wie bei der Rallye Monte Carlo vermieden werden.
von Annika Kläsener

Motorsport-Magazin.com - FIA-Präsident Jean Todt betrachtet den tödlichen Unfall bei der Rallye Monte Carlo als Warnschuss für den Rallyesport. Er führt den Tod eines Fans nicht auf die schnelleren Autos der Saison 2017 zurück, sondern deutet ein Fehlverhalten des Zuschauers an. "Es tut mir sehr leid für die Familie des Opfers und für die Rallye-Familie", sagte der ehemalige Rallye-Beifahrer gegenüber Autosport.

Die Konsequenzen können grauenhaft sein und die Leute müssen lernen.
Jean Todt

"Ich hoffe, dass die Menschen sich des Themas Sicherheit nun bewusster sind, wenn sie sich die großartige Show ansehen", meinte er. "Die Menschen müssen erzogen werden und Anweisungen befolgen. Die Konsequenzen können grauenhaft sein und die Leute müssen lernen." Todt betonte, dass Motorsport gefährlich sei, wenn nicht alle in die gleiche Richtung arbeiten. Der Unfall sei sehr traurig und vermeidbar gewesen.

Auch der Unfallfahrer, Hayden Paddon, hatte sich in einem Appell an die Fans gewandt. "Egal wie und warum der Unfall passiert ist, ändert es nichts, wenn man mit dem Finger auf jemanden zeigt. Das Wichtigste ist, dass wir daraus lernen", schrieb er. "Ich bin entschlossen, unermüdlich mit der FIA und den Organisatoren der Rallye zu arbeiten, um sicherzustellen, dass das nicht noch einmal passiert."

Das gleiche wäre auch mit einem Gruppe-N-Auto passiert.
Jarmo Mahonen

Paddon bat alle Zuschauer einer Rallye, darüber nachzudenken, wo sie stehen und die Anweisungen der Streckenposten zu respektieren. "Wir alle wollen eine gute Show genießen und danach zu unseren Familien heimkehren", betonte er. "Ich bitte auch jeden einzelnen Fan bei einem Event: Wenn ihr jemanden an einer gefährlichen Stelle seht, bittet die Person, im besten Interesse aller wegzugehen. Als Gemeinschaft können wir kollektiv zusammenarbeiten, um zu verhindern, dass so etwas noch einmal passiert."

Auch FIA-Rallyedirektor Jarmo Mahonen setzt auf Zusammenarbeit und warnte davor, etwas zu unternehmen, ehe die Untersuchung des Unfalls auf der ersten Prüfung der Rallye Monte Carlo abgeschlossen ist. Mahonen betonte wie Todt, dass der Unfall nichts mit den schnelleren WRC-Boliden zu tun hatte. "Das gleiche wäre auch mit einem Gruppe-N-Auto passiert", meinte er.


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