WRC

Wie in einem Videospiel - Rallye Schweden: Die Stimmen nach dem Finale

Kurz und knackig war das Finale der Rallye Schweden, nicht aber frei von Dramen. Die Fahrer berichten von ihren Erfahrungen.

Motorsport-Magazin.com - Sebastien Ogier, Volkswagen, Sieger: Ein unglaubliches Gefühl, wieder in Schweden zu gewinnen. Ich liebe diese Rallye einfach. Die Bedingungen waren am Anfang der Woche nach dem Tauwetter und dem vielen Regen alles andere als ideal. Umso schöner ist es, dass wir am Ende eine wirklich gute und winterliche Rallye Schweden vorgefunden haben. Gestern mussten wir das wohl größte Risiko unserer Karriere eingehen, um zu gewinnen. Das hat sich ausgezahlt. Ich bin einfach nur glücklich.

Gestern mussten wir das wohl größte Risiko unserer Karriere eingehen, um zu gewinnen.
Sebastien Ogier

Hayden Paddon, Hyundai, Zweiter: Ein Podium ist ein fantastisches Ergebnis für mich und jeden im Team. Wir hatten auf ein weniger stressiges Ende der Rallye gehofft, aber leider leckte etwas Wasser aus dem Kühler, nachdem wir auf der Prüfung einen Holzpfosten getroffen hatten. Wir mussten schnell reparieren. Zum Glück konnten wir eine temporäre Lösung finden und mit einem intakten zweiten Platz in den Service Park zurückkehren. Wenn man das späte Drama beiseite lässt, hatten wir ein gutes Wochenende und ich habe mich im i20 WRC der neuen Generation sehr wohl gefühlt. Wir haben das Beste aus unserer Startposition gemacht, als wir das mussten, und haben uns nicht in einen Kampf um die Spitze reinziehen lassen. In Zukunft werden wir mehr um den Sieg kämpfen, aber es ist noch etwas mehr nötig, was meinen Fahrstil und das Setup des Autos angeht. Wir sind nicht weit weg und für den Moment nehmen wir gerne den zweiten Platz.

Andreas Mikkelsen, Volkswagen, Vierter: Platz vier ist natürlich nicht das, was wir uns für die Rallye Schweden vorgenommen hatten. Ganz klar: Wir wollten um den Sieg kämpfen. Dazu mussten wir aber wegen der speziellen Bedingungen von Beginn an volle Attacke fahren - und haben uns am Ende zu viele Fehler erlaubt. Daraus werden wir für die Zukunft natürlich lernen. Auf der Powerstage heute habe ich nochmal alles gegeben und zwei Zusatzpunkte geholt. Alles in allem haben wir das Beste aus der Situation gemacht

Dani Sordo, Hyundai, Sechster: Der sechste Platz ist ein gutes Ergebnis und verschafft uns ein paar schöne Punkte für die Meisterschaft. Wir sind es auf der Power Stage sehr vorsichtig angegangen. Es gab nichts, worum wir wirklich hätten kämpfen können und es war einfach nur wichtig, die Position zu sichern. Der i20 WRC der neuen Generation hat an diesem Wochenende eine gute Leistung gezeigt, daher war es schade, dass der Reifenschaden gestern unseren Chancen auf ein besseres Ergebnis ein Ende gesetzt hat. Dennoch gibt es einige positive Dinge, die wir von diesem Wochenende mitnehmen können, wenn wir uns auf die nächste Rallye in Mexiko vorbereiten.

Craig Breen, Citroen, Achter: Ich habe es wirklich genossen, dieses Auto zu fahren. Manchmal hat es sich angefühlt, als würde ich in einem Videospiel fahren! Es ins Ziel zu schaffen, war das Ziel, daher bin ich froh, dass ich es hierher geschafft habe und ich habe ein paar sehr gute Erfahrungen gemacht. Ich habe außerdem meine ersten Punkte in der WRC erzielt, was ein wichtiger Meilenstein ist. Ich hätte mir kein besseres Wochenende erhoffen können.

Thierry Neuville, Hyundai, 14.: Es war natürlich schwierig, nach unseren Differential-Problemen am Freitag ein gutes Ergebnis zu erzielen. Aber wir hatten ein ziemlich gutes Ende unserer Rallye. Gestern haben wir den Tag damit verbracht, den Rhythmus mit dem i20 WRC der neuen Generation bei den schwierigen schwedischen Bedingungen wiederzuerlangen. Heute Morgen hatten wir einen guten Run. Ich habe wohl ein oder zwei Sekunden verloren, als ich an einer Stelle weit rausgekommen bin, aber es war eine großartige Prüfung. Das Auto hat wieder sein Potential gezeigt, um das Podium zu kämpfen - was wir an Haydens Ergebnis sehen können - was für uns alle im Team fantastisch ist und uns viel Motivation für die nächste Rallye gibt.

Jari-Matti Latvala, Volkswagen: Mein zweites Heimspiel, die Rallye Schweden, lief natürlich überhaupt nicht nach meinen Vorstellungen. Es ist immer bitter, wenn ein Wettbewerb sportlich so früh vorbei ist. Dennoch ist es wichtig, dem Wochenende auch positive Aspekte abzugewinnen. Das Auto fühlte sich super an, wir waren absolut wettbewerbsfähig und das haben wir auf einigen Prüfungen mit Bestzeiten bewiesen. Leider musste ich auf der abschließenden Powerstage als Erster auf die Strecke und hatte somit keine echte Chance mehr auf Punkte. Für den nächsten Lauf in Mexiko haben wir eine gute Startposition und die gilt es jetzt zu nutzen. Hoffentlich spielen die Bedingungen mit und gegen etwas mehr Glück als bei den ersten beiden Läufen der Saison hätte ich auch nichts einzuwenden.

Khalid Al-Qassimi, Citroen, 19.: Ich hatte heute Morgen damit zu kämpfen, den richtigen Rhythmus zu finden. Ich bin zu sehr vom Gas gegangen. Insgesamt bin ich zufrieden, es ins Ziel einer so schwierigen Rallye geschafft zu haben. Das Leistungsniveau der Teams war gut. Das gilt besonders für Kris, der um den Sieg hätte kämpfen können, wenn er nicht wieder so ein Pech gehabt hätte. Craig hat bei seiner ersten Rallye mit dem Abu Dhabi Total WRT sehr gute Arbeit geleistet, was für die Zukunft sehr ermutigend ist.

Kris Meeke, Citroen, 23.: Ich bin auf der Power Stage gut gefahren, auch wenn ich an manchen Stellen etwas zu zögerlich war. Wieder einmal hatten sich die Bedingungen seit der Recce so stark verändert! Es war keine Überraschung, dass die Jungs nach mir schneller waren, weil meine Startposition auf dieser Prüfung nicht ideal war. Für mich war es eine 'hätte, wäre, wenn'-Rallye, aber der Speed war da. Der Sieg war zum Greifen nah.


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