WRC

Tänak auf der Suche nach dem Idealbereich - Evans' Monte-Plan: Konstanz und aufblitzende Pace

Mit Elfyn Evans und Ott Tänak geht ein recht unerfahrenes Duo für M-Sport an den Start. Dennoch gibt es reichlich Monte-Erfahrung im Team.
von Annika Kläsener

Motorsport-Magazin.com - Die beiden M-Sport-Piloten Ott Tänak und Elfyn Evans sind jeweils nur ein einziges Mal bei der Rallye Monte Carlo an den Start gegangen. Dennoch können sie auf reichlich Erfahrung zurückgreifen, denn ihre sogenannte 'ice note crew', die die Prüfungen vorab in Augenschein nimmt, besteht aus Gwyndaf Evans - Vater von Elfyn und ehemaliger Rallye-Pilot - und Timo Kankkunen - Bruder des vierfachen Weltmeisters Juha Kankkunen.

Dieses Jahr ist alles viel vertrauter. Vor allem das Auto ist viel vertrauter.
Elfyn Evans

Evans schlug sich bereits bei seinem Monte-Debüt im vergangenen Jahr mit Platz sechs wacker. "Letztes Jahr war es der Beginn einer fantastischen Chance, aber zur gleichen Zeit hatten wir sehr wenig Erfahrung mit dem Fiesta RS WRC und wir waren noch nie zuvor in Monte Carlo. Daher gab es viele Dinge zu lernen", erinnerte er sich. "Es war eine sehr herausfordernde Position, aber dieses Jahr ist alles viel vertrauter. Vor allem das Auto ist viel vertrauter. Das Event wird immer noch sehr schwierig sein, aber mit einem ganzen Wettkampfjahr hinter uns freue ich mich wirklich darauf."

Sein Ziel für dieses Jahr lautet, seinen Speed aufzubauen und über das Jahr konstant zu halten. Ein solides Ergebnis bei der Rallye Monte Carlo wäre seiner Ansicht nach ein großartiger Auftakt. "Es ist eine schwierige Rallye. Wenn wir es also schaffen, ins Ziel zu kommen und zwischendurch unseren Speed aufflackern lassen und gute Konstanz zeigen, dann bin ich glücklich", sagte Evans.

Wir müssen die Balance finden zwischen schnell sein und wohlfühlen - das ist nirgendwo herausfordernder als in Monte Carlo.
Ott Tänak

Auch Tänak erwartet ein hartes Event. "Es ist wirklich schwierig, Selbstvertrauen zu finden, ohne übers Limit zu gehen. Aber wir sind Fahrer und das ist unser Job", meinte er. "Wir müssen die Balance finden zwischen schnell sein und wohlfühlen - das ist nirgendwo herausfordernder als in Monte Carlo." Vom Test im Dezember reiste der Este jedoch mit einem guten Gefühl ab. Auch wenn er 2014 vor allem den Ford Fiesta R5 pilotierte, hat er doch einiges an Erfahrung mit dem Fiesta RS WRC aus seiner ersten Amtszeit bei M-Sport. Daher fiel es ihm nach eigener Aussage nicht schwer, wieder in Schwung zu kommen.

"Das schwierigste ist, den optimalen Punkt zu erwischen - diesen besonderen Bereich, nah am Limit zu sein, ohne darüber hinaus zu gehen. Das wird etwas Zeit brauchen, aber wenn wir reibungslos anfangen und darauf aufbauen, dann können wir ein gutes Event haben."


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