WEC

WEC-Saison 2018/19: LMP2- und GTE-Am-Klasse mit Team-Zuwachs

Neben der LMP1-Klasse geht es für die FIA WEC auch in anderen Kategorien bergauf. Nun wurde je ein neues Team für die LMP2 und GTE-Am gewonnen.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Die FIA WEC wurde nach dem Porsche-Ausstieg aus der LMP1-Klasse schon von vielen Seiten totgesagt, war die Königsklasse der Le-Mans-Szene doch dem Untergang nahe. Doch man hat sich von diesen Schlägen wieder erholt. Mittlerweile haben viele private Teams ihren Aufstieg in die Königsklasse bekannt gegeben. Die anderen Klassen, LMP2, GTE-Pro und GTE-Am, sind ohnehin gut aufgestellt. LMP2 und GTE-Am schreiben nun weitere Positiv-Schlagzeilen, denn für diese Klassen hat sich nun je ein neues Team für die Super-Saison 2018/19 gefunden.

LMP2: Racing Team Nederland steigt in die WEC auf

In Le Mans 2017 setzte das Racing Team Nederland auf Jan Lammers und Rubens Barrichello - Foto: Speedpictures

Bei den kleinen Prototypen feiert im nächsten Jahr das Racing Team Nederland sein Debüt als Permanentstarter in der WM. Die Truppe des holländischen Erben des Jumbo-Konzerns, Frits van Eerd, war im zurückliegenden Jahr bereits bei den 24h von Le Mans und in der ELMS am Start. An der Sarthe übrigens mit sehr prominenter Besetzung! Neben van Eerd griffen nämlich noch Rubens Barrichello und die holländische Racing-Legende Jan Lammers ins Lenkrad.

Welche Piloten 2018 im LMP2-Renner der Mannschaft aus den Niederlanden Platz nehmen, steht indes noch nicht zur Gänze fest. Einzig van Eerd ist bereits als (Bronze-)Fahrer bestätigt. "Ich bin stolz darauf, dass wir nach unserem Debütjahr solch einen wichtigen und ambitionierten Schritt gehen. Durch unsere Teilnahme an der WEC repräsentieren wir die Niederlande auf dem höchsten Level des Sportwagen-Rennsports", verkündete van Eerd.

Außerdem bedeutet der Aufstieg des Racing Team Nederland, dass im nächsten Jahr erstmals ein LMP2-Bolide aus dem Hause Dallara die gesamte WEC-Saison bestreitet. Die aktuelle Generation wurde 2017 eingeführt, neben Dallara lieferten Oreca, Onroak/Ligier und Multimatic/Riley die Chassis. Die Teams aus der kleinen Prototypen-Klasse setzten allerdings ausschließlich auf Oreca. Nur in Le Mans fuhren auch LMP2-Autos der anderen Hersteller.

GTE-Am: MR Racing setzt auf Ferrari

In der GTE-Am-Kategorie steht nun die Teilnahme von MR Racing fest, einem Team aus Japan das einen Ferrari 488 GTE einsetzen möchten. Die Japaner arbeiten dabei eng mit AF Corse zusammen, die für den Werksauftritt in der Profi-Klasse verantwortlich zeichnen. Den WEC-Einstieg verkündete Motoaki Ishikawa, einer der drei Fahrer, in einem Posting auf Facebook. Dabei verriet Ishikawa auch gleich, wer seine Teamkollegen sein werden.

Ishikawa wird sich den Ferrari mit Eddie Cheever III und Olivier Beretta teilen. Ishikawa und Beretta nahmen bereits im November bei den Rookie-Tests der WEC in Bahrain teil. Laut den Kollegen von 'Dailysportscar' ist die Teilnahme von MR Racing allerdings noch nicht sicher. Für die GTE-Am-Klasse gibt es nämlich in der kommenden Saison mehr Interessenten als verfügbare Startplätze. Im November verkündete etwa die deutsche Project-1-Truppe, dass man mit einem Porsche die Teilnahme an der WEC 2018/19 in der GTE-Am-Klasse plant.


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