WEC

Porsche lässt Toyota in Mexiko keine Chance

Porsche feiert beim WEC-Lauf in Mexiko den nächsten Doppelsieg. Toyota hat keine Chance. Senna und Prost holen ersten gemeinsamen LMP2-Sieg:
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Porsche feiert in der WEC den nächsten Doppelsieg. In Mexico City setzen sich Timo Bernhard, Earl Bamber und Brendon Hartley gegen ihre Teamkollegen Andre Lotterer, Neel Jani und Nich Tandy durch und feiern somit ihren dritten Sieg in Folge. Toyota kann diesmal nicht mithalten und wird von Porsche sogar überrundet. Immerhin schaffen es Anthony Davidson, Sebastien Buemi und Kazuki Nakajima als bestes Toyota-Trio als Dritte auf das Podest.

LMP1: Toyota gegen Porsche chancenlos

Schon im Qualifying hatte sich Porsche die erste Startreihe gesichert. Im Rennen ließ man von Beginn an nichts anbrennen und verteidigte die Doppelführung in der ersten Runde. Toyota war an diesem Tag zu keinem Zeitpunkt ebenbürtig.

Die Entscheidung um den Sieg zwischen den beiden Porsche fiel bereits nach rund zwei Stunden: Da der #1-Wagen beim zweiten Stopp das Tempolimit der Boxengasse missachtete, gab es für das Team eine Durchfahrtsstrafe, durch die der Rückstand auf das Schwesternauto auf rund 20 Sekunden anwuchs.

Renn-Highlights Mexiko: Porsche schlägt chancenloses Toyota: (04:54 Min.)

Bis ins Ziel konnten Lotterer, Jani und Tandy diesen zwar wieder auf sieben Sekunden senken, doch an den Sieg war nach der Strafe nicht mehr zu denken. In der WM-Wertung liegt das siegreiche Trio Bernhard/Bamber/Hartley nun bereits 41 Punkte vor Davidson/Buemi/Nakajima. Bei den Konstrukteuren beträgt Porsches Vorsprung auf Toyota bereits 56,5 Zähler bei nur noch vier zu fahrenden Rennen.

LMP2: Erster Saisonsieg für Senna und Prost

In der LMP2-Klasse konnten Bruno Senna und Nicolas Prost gemeinsam mit ihrem Teamkollegen Julien Canal endlich den ersten Saisonsieg feiern. Vom dritten Startplatz lieferten sie sich in ihrem #31-Rebellion-Oreca ein heißes Duell mit der #26 von G-Drive und später mit der #24 von Manor. Dieses Auto drehte sich aber nach einer Aufholjagd in der Stadion-Sektion und musste sich schließlich mit Platz drei der LMP2-Klasse hinter dem #36-Alpine von Nicolas Lapierre, Andre Negrao und Gustavo Menezes zufrieden geben.

In der Gesamtwertung konnten Senna und Canal (Prost musst zuletzt am Nürburgring auslassen) einigen Boden gut machen, denn die dreifachen Saisonsieger Ho-Pin Tung, Oliver Jarvis und Thomas Laurent wurden in Mexico City von einem Defekt lahmgelegt. Die Truppe von Jackie Chan musste den Boliden mit einer kaputten Kupplung früh an der Box abstellen. Die Reparaturarbeiten kosteten acht Runden auf die Konkurrenz, womit es am Ende nur noch zum 9. Platz reichte. Noch beträgt der Vorsprung auf Senna/Canal aber 23 Punkte.

Kl. P Fahrer Team Distanz Rückstand
LMP1 1. Bernhard / Hartley / Bamber Porsche #2 240
2. Lotterer / Jani / Tandy Porsche #1 240 +7,141
3. Davidson / Nakajima / Buemi Toyota #8 239 +1 Runde
LMP2 1. Senna / Prost / Canal Rebellion-Oreca #31 219
2. Lapierre / Negrao / Menezes Signatech-Alpine #36 219 +26,091
3. Vergne / Hanley / Rao Manor-Oreca #24 219 +31,653

Das Rennen der GTE-Klassen

In der GTE-Pro holte Aston Martin den ersten Sieg seit Le Mans. Diesmal setzten sich aber Nicki Thiim und Marco Sörensen durch, die sich fast über die gesamte Renndistanz mit dem #71-Ferrari von Davide Rigon und Sam Bird an der Spitze abwechselten. Die Entscheidung fiel erst in der letzten Stunde, als der Ferrari wegen zu schnellem Fahren unter Full Course Yellow eine Zehn-Sekunden-Strafe bekam.

Rigon fuhr somit zwar als Erster über die Ziellinie, doch am Ende fehlten laut offiziellem Resultat 9,159 Sekunden auf den Sieg, den der #95 Aston Martin erbte. Das Podest komplettierte der #91 Porsche von Richard Lietz und Frederic Makowiecki. In der Fahrerwertung konnten Lietz/Makowiecki ihren Rückstand auf die Spitze auf acht Punkte verkleinern, da Andy Priaulx und Harry Ticknell im Ford GT nur auf Platz vier fahren konnten.

In der GTE-Am-Wertung setzten sich Christian Ried, Matteo Cairoli und Marvin Dienst vor Michael Wainwright, Ben Barker und Nick Foster durch. Wie in der LMP1 gab es somit auch in der GTE-Am einen Doppelsieg.

Kl. P Fahrer Team Distanz Rückstand
GTE Pro 1. Sörensen / Thiim Aston Martin #95 209
2. Rigon / Bird Ferrari #71 209 +9,159
3. Lietz / Makowiecki Porsche #91 208 +1 Runde
GTE Am 1. Ried / Cairoli / Dienst Porsche #77 204
2. Wainwright / Barker / Foster Porsche #86 203 +1 Runde
3. Castellacci / Molina / Flohr Ferrari #54 201 +3 Runden

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