Das Stiggy-Team rund um den Ex-GP-Piloten Johan Stigefelt sah sich in der Debütsaison bei den WorldSuperbikes sehr vielen Tiefschlägen ausgesetzt. Dabei hatte die Saison gleich mit mehreren Paukenschlägen begonnen. Als neues Team schaffte man es mit dem Rookie Leon Haslam in Lauf zwei auf Phillip Island gleich auf das Podium. Zur dritten Saisonstation kam der nächste Paukenschlag. MotoGP-Pilot John Hopkins kam zu Stiggy, still und leise verschwand Roberto Rolfo.
Lange über die Saison hinweg machte Stiggy klar, dass er 2010 gern auf Yamaha umsatteln würde, da er von Honda nicht die erwünschte Unterstützung erhielt. Lange Zeit war sein Pilot Haslam der beste Honda-Mann im Feld. Erst in den USA wurde der in der Gesamtwertung vom Werksfahrer Rea überholt. Klar, dass Stigefelt nicht besonders angetan war, von den ausbleibenden Finanzspritzen seitens des Herstellers.
Mit Beginn der finalen Phase der Saison hieß es, dass der Schwede im nächsten Jahr nur noch Superbike oder Supersport WM machen wolle. Dabei wurde er als heißer Kandidat gehandelt, das Yamaha Supersport-Werksteam weiter zu führen. Aber richtig loslassen will er sein Superbike-Team dann doch nicht und im Moment sieht es eher danach aus, dass Stiggy nächstes Jahr nur bei den 1000ern und nicht mehr bei den 600ern unterwegs sein wird.
Stigefelt selbst bekam die Wirtschaftskrise arg zu spüren. Die Verletzung von John Hopkins auf dem Nürburgring dürfte, böse gesagt, dem Schweden nicht ganz ungelegen gekommen sein. Denn nach und nach durften auch Gianluca Vizziello und beim Finale schließlich Anthony West nicht mehr in den Sattel ihrer Bikes steigen - aus finanziellen Gründen und angeblichem Motivationsmangel.
In Portimao hielt sich nun eisern das Gerücht, dass Stigefelt intensiv auf Sponsorensuche sei und sein Supersport-Team abschieben wolle. Stattdessen soll er auf Honda weitermachen wollen und dabei die Fahrer John Hopkins und den bei Ten Kate arbeitslos gewordenen Ryuichi Kiyonari einsetzten wollen.

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