"Ich wünschte mir eigentlich, dass wir anstatt der 20 lieber 50 Rennen hätten", lautete die klare Ansagen von Ruben Xaus im Gespräch mit dem Motorsport-Magazin. Der Spanier ist dieses Jahr ein wichtiger Teil in der Entwicklung der brandneuen BMW S1000RR in der Superbike Weltmeisterschaft. Da es das erste Superbike-Motorrad ist, welches BMW überhaupt gebaut hat, kann man natürlich auf keinerlei Daten oder ähnliches zurückgreifen und beginnt jedes Wochenende fast bei Null. Für Xaus heißt das auch, dass es derzeit nichts wichtigeres als fahren, fahren, fahren gibt. Leider kann er das am kommenden Wochenende auf dem Nürburgring nicht wirklich umsetzen. Xaus sagte, dass er zum ersten Mal in seinem vernünftig sei und auf seine Ärzte höre.

Aber nicht alles ist neu für den Katalanen. Der WM-Auftritt von BMW wird durch die Firma alpha Racing betreut. Und auch wenn vielleicht diese Bezeichnung neu ist, so sind es das Team und die Köpfe dahinter nicht. Josef Hofmann und Josef Meier haben sich in der Vergangenheit mit ihrer Firma "alpha Technik" auf nationalem und internationalem Parkett einen Namen gemacht. Mehrere Meistertitel in der IDM hat man mit den verschiedensten Fahrern abstauben können, viele weitere namhafte Piloten durchliefen die Rennschule im Team alpha Technik. So auch Ruben Xaus, der für die Bayern in der deutschen Meisterschaft schon am Start stand. "Es war schon immer schön für alpha Technik unterwegs zu sein. Ich kam hier her in die deutsche Meisterschaft und habe dort sehr viel gelernt. Wir waren immer auf einem guten und hohen Level. Es war eine ganz klare und gute Mentalität - sie arbeiteten alle sehr hart. Sie boten mir damals auch an, die Zusammenarbeit fortzusetzen. Aber mein Ziel war die Weltmeisterschaft", lobte Xaus die Zusammenarbeit mit den beiden "Sepps" Hofmann und Meier.

Xaus fuhr zwischen 1997 und 2000 einzelne Rennen in der Superbike- und Supersport-Weltmeisterschaft und stieg 2001 voll in das Geschäft der WSBK ein. "Ich habe damals einen anderen Weg als den mit alpha Technik eingeschlagen, aber die Vorhersehung hat unseren Weg jetzt wieder zusammen geführt und wir können auf eine gewisse Art und Weise unsere Arbeit, die wir schon mal gemeinsam begonnen hatten, jetzt zu Ende bringen", sagt der Spanier im Jahr 2009 als Werkspilot von BMW.
2009 ist auch das erste Jahr, in welchem Xaus in einem Werksteam untergekommen ist. Zuvor war er auf den verschiedensten Marken unterwegs. "Der Unterschied ist ganz klar der, dass wenn du in einem Privat-Team bist, dass du dort keine Ressourcen hast. Die Budgets sind um einiges kürzer, du hast kaum Material zum testen und du kannst nicht unbedingt frei entscheiden, was du einbauen und fahren willst", zeigte der Vizeweltmeister von 2003 auf. "Aber wenn du ein gutes Basis-Motorrad hast, kannst du auch dort gute Ergebnisse holen - wenigstens einige. Aber die volle Werksunterstützung ist ein ganz großer Unterschied. Dann ist alles schön. Im Moment steht das Werk hinter uns, viel Budget, viele Teile zum Entwickeln und zu testen."
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