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Superbike-WM Most: Jonathan Rea auf Pole Position

Jonathan Rea hat sich beim Debüt der Superbike-Weltmeisterschaft im tschechischen Most knapp die Pole Position gesichert.
von Toni Börner

Motorsport-Magazin.com - Jonathan Rea wird bei der Premiere der Superbike-Weltmeisterschaft im tschechischen Most von der Pole Position aus starten. Der Kawasaki-Pilot legte eine Zeit von 1:31,684 Minuten hin und blieb damit um 67 Tausendstelsekunden vor seinem Hauptkontrahenten Toprak Razgatlioglu auf Yamaha. Reihe eins wird Scott Redding mit der Werks-Ducati komplettieren.

Die zweite Startreihe ging nach der Superpole an Tom Sykes (BMW), Garrett Gerloff (Yamaha) und dessen Markenkollegen Andrea Locatelli. Auf Startplatz sieben stellt Leon Haslam die beste Honda vor Michael Ruben Rinaldi (Ducati) und Alex Lowes (Kawasaki).

Der Deutsche Marvin Fritz landete bei seinem Superbike-WM-Debüt auf seiner Endurance-Yamaha R1 von YART auf dem zwölften Startplatz. Eine starke Leistung, da seiner Maschine im EWC-Trimm knapp 20 PS fehlen und sie dafür aber auch fast zehn Kilogramm schwerer ist.

Sicherheitsbedenken: Streckenlayout gefällt, aber…

Die Asse der Superbike-WM sind sich einig: In Most stehen manche Mauern und Leitplanken in den Sturzzonen viel zu nahe an der Strecke. Einige äußerten am Freitag im verregneten FP2 ihren Protest aktiv, in dem sie in den Boxen blieben - darunter Redding, Rea und Co.

Insgesamt haben die Piloten schon Spaß an der Streckenführung und dem neuen Asphalt, der sehr viel Grip bietet, damit aber auch "für höhere Kurvengeschwindigkeiten an den Stellen sorgt, wo du nicht stürzen willst", so zum Beispiel Redding. Fritz hingegen kennt andere Pisten. "In Suzuka sind die Mauern und Leitplanken noch näher dran", verriet der Rookie. "Aber hier möchte ich mich nicht einmischen, das müssen die anderen entscheiden."

Keine Frage: Die geschlossene Superbike-Elite kritisiert "lediglich" die Sicherheit an manchen Punkten. Man ist sich bewusst, dass die Dorna alles daransetzt, um einen Kalender voll zu bekommen. Most hat vor dem Event bereits viel in die Strecke investiert, Kiesbetten umgebaut und neu asphaltiert - doch das wird nicht reichen, wenn man wirklich den Fünfjahres-Vertrag durchziehen will.


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