Superbike - Davies siegt in Imola, Feuer-Unfall von Laverty

Rennen nach spektakulärem Crash abgebrochen

Chaz Davies dominiert in Imola. Das Rennen wird nach einem heftigen Einschlag von Eugene Lavertys Aprilia abgebrochen.
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Motorsport-Magazin.com - Pole Position, schnellste Rennrunde, Sieg - das Imola-Wochenende lief für Chaz Davies bislang perfekt. Der Brite holte seinen zweiten Saisonsieg und setzte sich am Samstag eindrucksvoll vor WM-Leader Jonathan Rea durch. Stefan Bradl konnte immerhin sechs Punkte für die Gesamtwertung aus Imola entführen. Nach einem spektakulären Unfall von Eugene Laverty wurde das Rennen vorzeitig abgebrochen.

Die Schlüsselszene

Chaz Davies machte bereits in den ersten Runden klar, wer an diesem Tag der Boss ist. Mit seiner Ducati brummte er in der Startrunde dem gesamten Feld eine Sekunde Rückstand auf und lag nach seiner schnellsten Rennrunde in Umlauf drei bereits meilenweit vor seinen Verfolgern. Völlig ohne Druck ließ er auch in der zweiten Hälfte des Rennens nichts mehr anbrennen.

Der Rennfilm

Start: Davies gewinnt den Start, dahinter prescht Melandri auf die zweite Position. Es folgen Rea und Sykes, der von P2 auf P4 zurückfällt.

1. Runde: Rea attackiert Melandri, kommt aber nicht vorbei. An der Spitze holt Davies auf den Rest des Feldes über eine Sekunde Vorsprung heraus. Bradl beendte die erste Runde auf Rang elf.

2. Runde:Melandri holt auf Davies auf und liegt nur 0,894 zurück. Auf seine Kawasaki-Verfolger hat der Italiener damit 1,3 Sekunden Vorsprung herausgefahren.

3. Runde: Davies kontert mit der schnellsten Rennrunde und baut seinen Vorsprung auf Melandri auf 1,9 Sekunden aus.

4. Runde: Leandro Mercado kommt in Turn 7 zu Sturz. In dem schnellen Linksknick rutscht ihm die Aprilia seitlich weg. Damit stößt Bradl in die Top-10 vor.

5. Runde: Melandri gerät nun unter Druck von Rea, da er sein Anfangstempo nicht halten konnte, während sich der WM-Leader kontinuierlich steigerte. Im letzten Sektor geht Rea problemlos vorbei.

6. Runde: Nicky Hayden steuert die Box an. Er schaut an der rechten Seite seines Motorrads nach unten - da ereilte wohl ein Defekt seine Honda und wirft ihn aus den letzten Punkterängen.

7. Runde: Laverty und Camier kämpfen um Platz 6. Noch kann sich der Nordire gegen die Attacken der MV Agusta von Camie wehren. Um Platz drei bahnt sich ein Duell Melandri vs. Sykes an. Auf den ersten beiden Rängen scheinen die Positionen hingegen bezogen.

9. Runde: Camier schiebt sich nach einigen Angriffen endlich an Laverty vorbei, als dieser beim Anbremsen eines Linksknicks Probleme bekommt. Camier kann sich in den ersten Kurven nach seinem Manöver behaupten. Bradl fällt hinter Roman Ramos zurück und ist Elfter.

10. Runde: Melandri hat sich stabilisiert und hält nun konstant eine halbe Sekunde Vorsprung aus Sykes im Kampf um den letzten Podestplatz.

11. Runde: Lavertys Rundenzeiten lassen stark nach. Michael van der Mark geht ohne Probleme an der Aprilia vorbei und Laverty hat bereits Alex Lowes auf P9 im Heck.

14. Runde: Rote Flagge! Eugene Laverty fliegt heftig ab, seine Aprilia schlägt in die Streckenbegrenzung ein und fängt Feuer. Laverty kann nach einer kurzen Schockstarre den Unfallort aber auf eigenen Beinen verlassen. Die Ursache für den Crash wird wenig später klar: Lowes fuhr Laverty bei einer Attacke den vorderen Kotflügel ab, der sich im Vorderrad verfing , weshalb Laverty zum Passagier wurde und abspringen musste.

Zieleinlauf: Statt der geplanten 19 konnten nur 13 volle Runden gefahren werden. Da zum Zeitpunkt der Roten Flagge zwei Drittel der Renndistanz beendet waren, konnte das Rennen mit vollen WM-Punkten gewertet werden. Daher entschied sich die Rennleitung gegen einen Restart. Davies setzte sich daher vor Rea, Melandri und Sykes durch.

So lief es für Bradl und Krummenacher

Stefan Bradl konnte am Start Lorenzo Savadori überholen und stieß nach dem Ausfall von Leandro Mercado in die Top-10 vor. Er fiel zwar hinter Roman Ramos zurück, gegen den er bis zum Ende kämpfte. Da Eugene Laverty ausfiel, erbte Bradl am Ende doch noch einen Platz in den Top-10 als Zehnter. Für Randy Krummenacher ging in Imola wenig. Er holte als 13. zwar noch drei Punkte, ließ mit Ondrej Jezek, Ayrton Badovini und Raffaele De Rosa aber nur drei Fahrer hinter sich und verlor auf die Siegerzeit 43 Sekunden.

Die Stimmen vom Podium

Chaz Davies (Ducati, Sieger): "Ich hatte einen sehr starken Start und konnte in die ersten Kurven voll reinhalten. Ich habe das Motorrad in den ersten Runden gut gefühlt und konnte danach komplett frei fahren. Am Ende wäre wohl noch mehr gegangen, aber das war gar nicht mehr notwendig. Tage wie dieser kommen nicht oft, daher bin ich heute sehr glücklich."

Jonathan Rea (Kawasaki, 2.): "Eine bessere Platzierung war heute einfach nicht drin. Dazu hatten wir zu viele kleinere Probleme. Wir hätten heute keinesfalls gewinnen können, aber morgen sind wir hoffentlich eine Spur näher dran. Heute war es sehr schwierig."

Marco Melandri (Ducati, 3.): "Ein gutes Resultat für mich! Ich hatte das gesamte Wochenende Probleme mit dem Motorrad und war in einigen Kurven schwach. Es war sehr schwierig, mich heute gegen Tom (Sykes) zu verteidigen."


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