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Fix: Verletzter McGuinness verpasst Isle of Man

Die Isle of Man muss 2017 auf einen ihrer Größten verzichten. Die Knochenbrüche von John McGuinness sind schwerer als befürchtet.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - John McGuinness wird die Isle of Man Tourist Trophy 2017 verpassen. Der 45-jährige Brite stürzte am Donnerstag im Training zum "Northwest 200" bei hoher Geschwindigkeit und musste schwer verletzt in ein Krankenhaus in Belfast eingeliefert werden. Am Freitagabend wurde das ganze Ausmaß von McGuinness' Verletzungen bekannt.

Das rechte Schien- und Wadenbein brach mehrfach. Eine erste Operation verlief erfolglos, da die Ärzte die zertrümmerten Knochen nicht wie gewollt mit einer Platte fixieren konnten. McGuinness muss sich daher einem weiteren Eingriff unterziehen, bei dem die gebrochenen Knochen von außen fixiert werden.

Onboard auf Michael Dunlops TT-Rekordrunde: (17:15 Min.)

Vier Rückenwirbel brachen ebenfalls, die nun mit einem Gips gestützt werden. McGuinness muss diesen für mindestens sechs Wochen tragen. Ebenfalls zu Bruch gingen drei Rippen. Der 45-Jährige wird für eine komplette Woche im Royal Victora Hospital in Belfast bleiben, ehe er erste Reha-Maßnahmen in Angriff nehmen kann.

McGuinnes' Rekordjagd wackelt

Mit McGuinness verliert die in zwei Wochen startende Tourist Trophy einen ihrer größten Stars. Der Brite gewann auf der Isle of Man bisher 23 Mal und liegt damit nur drei Erfolge hinter dem Rekord von Joey Dunlop. Die schweren Verletzungen und McGuinness' Alter sind große Rückschläge auf der Jagd nach dieser Bestmarke.

Honda hatte für die diesjährige TT viel vor und zu Saisonbeginn Guy Martin zu einem Comeback überredet und ihn McGuinness in einem neuen Dreamteam zur Seite gestellt. Nach dem Unfall am Donnerstag zog Honda auch Martin vom "Northwest 200" zurück. Die Japaner wollen zunächst die Unfallursache klären, ehe sie wieder an den Start gehen.

Mit seriennahen Motorrädern hat Honda in den vergangenen Jahren seine liebe Not. 2015 verunfallte Casey Stoner bei den "Suzuka 8 Hours" schwer. Wie eine Fehleranalyse ergab, war das Gas zum Zeitpunkt des Sturzes noch zu 26 Grad geöffnet. Ein Defekt mit schwerwiegenden Folgen: Stoner zog sich damals einen Schienbein- und Schulterblattbruch zu und bestritt danach nie wieder ein Rennen.


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