Superbike WSBK

Laverty fehlt nur eine Tausendstel - Sykes stürmt zur Portugal-Pole

Tom Sykes sicherte sich am Samstagnachmittag in Portimao Pole Nummer fünf in 2013. Eugene Laverty und Jonathan Rea landeten in Reihe eins.
von Maria Pohlmann

Motorsport-Magazin.com - Bei windigen 18 Grad Lufttemperatur und bewölktem Himmel starteten die Superbike-Piloten in Portimao zur sechsten Superpole-Session der Saison. Wieder einmal war es Tom Sykes, der trotz schwieriger Bedingungen, Unterbrechungen und harter Konkurrenten die schnellste Rundenzeit fuhr und sich damit seine 16. Pole Position in der Superbike-WM sicherte. Eugene Laverty verlor lediglich eine Tausendstelsekunde und musste sich mit Platz zwei zufrieden geben. Jonathan Rea fuhr zu Platz drei.

Das zweite Freie Training

Sykes hatte die Nase im schwierigen zweiten Freien Training vorn. Bei starkem Wind und ab und an einsetzendem leichtem Regen sicherte er sich mit einer schnellsten Runde von 1:42.879 Minuten den besten Platz vor Laverty und Loris Baz. Marco Melandri und Sylvain Guintoli komplettierten die Top-5. Rea, der beide Qualifikationen für sich entschieden hatte, fuhr die sechstschnellste Runde. Chaz Davies stürzte in Kurve zwölf. Max Neukirchner und Davide Giugliano kamen kurz von der Strecke ab, konnten aber unbeschadet weiterfahren.

Superpole 1 - Cluzel reißt die Spitze an sich

Während Tom Sykes und viele andere Piloten locker auf einem Rennreifen in den ersten Superpole-Durchgang starteten, mussten der noch immer verletzte Leon Haslam, Ayrton Badovini und Neukirchner hart ums Weiterkommen kämpfen und schon auf Qualifyern fahren. Sykes fuhr trotz der begrenzten Zeit in der Superpole erst einmal einen längeren Run. Carlos Checa fuhr in den letzten Minuten eine neue Bestzeit. Der Ducati-Pilot brauchte nur 1:42.632 Minuten um die Strecke, war allerdings auf Qualifyern unterwegs.

Carlos Checa überraschte an der Spitze, hatte allerdings schon Qualifyer aufgezogen - Foto: Ducati Alstare

Auch Badovini steigerte sich. Noch bevor die schwarz-weiß-karierte Flagge geschwenkt wurde, übernahm Davies die Spitze und wurde von Jules Cluzel mit einer 1:42.440 abgelöst. Davies und Checa folgten auf Zwei und Drei, während Sykes als Viertschnellster in die Box zurückkehrte. Giugliano fuhr die fünftschnellste Zeit vor Melandri und Fabrizio. Guintoli, Laverty und Baz komplettierten die Top-10 vor Rea und Badovini. Leon Camier, Haslam und Neukirchner konnten sich nicht mehr verbessern, schieden aus und werden damit am Sonntag nur aus Reihe fünf ins Rennen gehen.

Ausgeschieden sind:

13. Leon Camier
14. Leon Haslam
15. Max Neukirchner

Superpole 2 - Umstellung auf Regen

Da es im ersten und vierten Sektor leicht zu regnen begann, wurde die zweite Superpole-Session kurzzeitig mit roter Flagge unterbrochen und die Superpole zwei zur Regensession erklärt. Was bedeutete, dass alle verbliebenen zwölf Piloten zu einer zweiten und letzten 20 Minuten langen Superpole-Session starteten. Zuvor mussten aber alle entscheiden, ob sie trotz des leichten Regens auf Slicks blieben oder auf Regenreifen umstiegen. Die Mehrzahl der Fahrer ging auf Slicks raus.

Giugliano stürzte auf seiner ersten Rune in Kurve acht, konnte aber zumindest sein Bike zur Box zurückbringen. Währenddessen fuhr Rea eine erste Bestzeit. Die 1:41.787 Minuten zeigten an, dass die Strecke kaum nass war und sich die Piloten dennoch verbessern konnten. Fast gleichzeitig zeigte sich die Sonne wieder über der Rennstrecke in der Algarve. Da die Piloten die verlängerte Session etwas ruhiger angehen konnten, fanden sich alle zur Mitte wieder in ihren Boxen ein, bis Sykes zum Neustart auf abgefahrenen Qualifyern ansetzte und mit 1:41.360 Minuten eine neue Bestzeit in den Asphalt brannte.

Während Sykes nach seiner Fabelzeit in die Box zurückkehrte, steigerte sich Laverty, dem am Ende nur 0.001 Sekunden auf den Kawasaki-Piloten fehlten. Sykes sicherte sich so seine 16. Pole Position insgesamt und die fünfte in dieser Saison. Laverty blieb auf Position zwei vor Rea, der mit 0.427 Sekunden Rückstand auf Sykes Dritter wurde und damit den letzten Platz in der ersten Startreihe angelte. Melandri fuhr die viertschnellste Runde und wird gemeinsam mit Guintoli und Baz aus Reihe zwei starten.

Checa war der erste Pilot, der über eine Sekunde auf Sykes verlor. Der Weltmeister aus 2011 sicherte sich den siebten Rang vor Fabrizio und seinem Teamkollegen Badovini. Giugliano konnte nach seinem Sturz nur wenige Runden zurücklegen und sich nicht stark verbessern. Er belegte Rang elf, während Davies mit über zwei Sekunden Rückstand auf Sykes Zwölfter wurde.

Ergebnisse, Superpole 2:

1. Tom Sykes (Kawasaki Racing Team) Kawasaki ZX-10R 1:41.360
2. Eugene Laverty (Aprilia Racing Team) Aprilia RSV4 Factory 1:41.361
3. Jonathan Rea (Pata Honda World Superbike) Honda CBR1000RR 1:41.787
4. Marco Melandri (BMW Motorrad GoldBet SBK) BMW S1000 RR 1:42.115
5. Sylvain Guintoli (Aprilia Racing Team) Aprilia RSV4 Factory 1:42.209
6. Loris Baz (Kawasaki Racing Team) Kawasaki ZX-10R 1:42.328
7. Carlos Checa (Team Ducati Alstare) Ducati 1199 Panigale R 1:42.405
8. Jules Cluzel (Fixi Crescent Suzuki) Suzuki GSX-R1000 1:42.645
9. Michel Fabrizio (Red Devils Roma) Aprilia RSV4 Factory 1:43.032
10. Ayrton Badovini (Team Ducati Alstare) Ducati 1199 Panigale R 1:43.057
11. Davide Giugliano (Althea Racing) Aprilia RSV4 Factory 1:43.314
12. Chaz Davies (BMW Motorrad GoldBet SBK) BMW S1000 RR 1:43.463


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