Carrera Cup / Interview

Aufholjagd beim Saisonstart - Schmidt verfehlt Podium in Oschersleben knapp

Starker Auftakt im schnellen Markenpokal: Zweimal Platz zwei im Qualifying für Jeffrey Schmidt in Oschersleben. Dann Rennen als Wechselbad der Gefühle.

Motorsport-Magazin.com - Saisonauftakt in Oschersleben: Nach Rang drei in der Gesamtwertung des Porsche Carrera Cup Deutschland 2015 ging Jeffrey Schmidt mit hohen Erwartungen in die neue Saison. Platz vier im zweiten Rennen und eine unglückliche Strafe im ersten Lauf - der Saisonauftakt war für den Schweizer ein Wechselbad der Gefühle.

Jeffrey, du hast dich am Sonntag auf den vierten Rang nach vorn gekämpft. Dennoch kannst du mit dem Auftaktwochenende nicht zufrieden sein.
Jeffrey Schmidt: Nein, das kann ich wirklich nicht. Platz vier am Sonntag war nach dem Verlauf des Wochenendes auch schon maximale Schadensbegrenzung. Viel mehr als Platz vier war nicht drin. Das Resultat ist das eine, der Speed das andere. Nach einer Kollision am Samstag hat sich das Auto am Sonntag nicht mehr so perfekt angefühlt. Deshalb war ich vom Speed her nicht ganz zufrieden - beim Testen zuvor waren wir auf den Longruns pfeilschnell gewesen. Wir werden das alles nun genau unter die Lupe nehmen.

Du bist am Samstag von Startplatz zwei ins Rennen gegangen. Was passierte dann?
Jeffrey Schmidt: Ich wurde nach dem Start von einem Konkurrenten berührt und drehte mich in der Folge. Einer der nachfolgenden Fahrer konnte nicht mehr ausweichen und beschädigte meine Heckschürze. Ich konnte aber weiterfahren, bis mich die Rennleitung plötzlich an die Box zitierte und mich aus dem Rennen nahm. Das war die Folge einer Verkettung von Missverständnissen. Die Rennleitung kontaktierte mich per Funk, aber die Verbindung war zu schlecht. Das tut mir leid und wir werden sicherstellen, dass so etwas nicht noch einmal passiert.

Dennoch kannst du auch Positives aus dem Rennwochenende mitnehmen.
Jeffrey Schmidt: Ich kann selbst als ‚alter Hase´ in meinem vierten Jahr im Porsche Carrera Cup Deutschland immer weiter dazulernen. Egal, wie es kommt: Man darf den Kopf nicht in den Sand stecken. Die Saison ist noch lang. Jetzt hatten wir Pech. Das nächste Mal kann es genauso gut jemand anders treffen. Dann steht es 1:1 und es fängt von vorne an. Der Kampf geht weiter und durch solche Herausforderungen wächst du nur weiter. Wir reisen stärker ab als wir hierhergekommen sind.

Dein nächstes Rennen findet im Rahmen der DTM in Hockenheim statt.
Jeffrey Schmidt: Ja, wir sind auch schon für Testfahrten kommenden Mittwoch dort. Ich komme immer wieder gern an den Hockenheimring. Dort konnte ich vergangenes Jahr meinen zweiten Sieg im Porsche Carrera Cup einfahren und weitere Erfolge erzielen. Das sorgt natürlich für Selbstvertrauen. Ich hoffe, wir können dort auch diesmal wieder ganz vorne mitmischen.


Weitere Inhalte:
nach 8 von 14 Rennen
Mehr Motorsport
Wir suchen Mitarbeiter