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Carrera Cup

Meisterschaft bleibt spannend - Sachsenring: Doppelsieg für Nicki Thiim

Der Titelkampf im Porsche Carrera Cup Deutschland bleibt spannend bis zum Schluss.

Motorsport-Magazin.com - Die Entscheidung fällt erst am Finalwochenende vom 17. bis 19. Oktober in Hockenheim, denn Michael Ammermüller (D/Walter Lechner Racing Team) konnte seinem direkten Meisterschaftskonkurrenten Christian Engelhart (D/Konrad Motorsport) auf dem Sachsenring nicht genügend Punkte abjagen. Im 15. und 16. Lauf siegte Nicki Thiim (DK/Walter Lechner Racing Team) vor seinem Teamkollegen Ammermüller. Porsche-Junior Sven Müller (D/Team Deutsche Post by Project 1) wurde am Sonntag Dritter. Zwei Rennen vor Saisonende liegt Ammermüller mit 200 Punkten vor Engelhart (180 Punkte). "Zwei Siege sind natürlich eine perfekte Ausbeute. Es hat richtig Spaß gemacht, auf dem Sachsenring zu fahren. Jetzt freue ich mich auf das Finale in Hockenheim", sagte ein freudestrahlender Thiim.

Natürlich möchte man als Rennfahrer immer siegen, aber wenn man die Meisterschaft gewinnen kann, darf man auch kein unnötiges Risiko gehen
Michael Ammermüller

Der hügelige Kurs des Sachsenrings stellte das am Sonntag 35 Fahrzeuge umfassende Starterfeld des Porsche Carrera Cup vor Herausforderungen. Doch der 16. Lauf verlief mit allen 460 PS starken Porsche 911 GT3 Cup sehr diszipliniert und es kam zu keinen Kollisionen. Thiim, der von der Pole-Position ins Rennen ging, dominierte das Rennen von der Spitze des Feldes. Hinter ihm lag Ammermüller, der an seine Meisterschaftspunkte dachte. "Natürlich möchte man als Rennfahrer immer siegen, aber wenn man die Meisterschaft gewinnen kann, darf man auch kein unnötiges Risiko gehen", erklärte der Deutsche aus dem niederbayrischen Pocking seine Rennstrategie. Hinter den beiden Lechner-Piloten spielte sich erneut ein Teamduell ab: Philipp Eng (A/Team Deutsche Post by Project 1) lag an Position drei bis ihn Teamkollege Müller im vierten Umlauf überholte. "Philipp war etwas neben der Ideallinie und ich nutzte meine Chance sofort. Leider kam ich an die Spitze nicht mehr ran. Ich freue mich total über das Podium", erläuterte Müller.

Eng sicherte sich auf der 3,645 Kilometer langen Strecke mit Platz vier wichtige Meisterschaftspunkte vor Engelhart auf Platz fünf. Robert Lukas (PL/Förch Racing by Lukas Motorsport) fuhr als Sechster über den Zielstrich. Porsche-Junior Alex Riberas (E/Attempto Racing by Häring) startete von Platz zwölf und wurde am Ende Zehnter: "Mein Start war okay und ich konnte gleich einen Platz gutmachen. Überholen ist hier leider schwierig, deshalb war Platz zehn unter diesen Umständen ein akzeptables Resultat." Porsche-Junior Connor de Phillippi (USA/Förch Racing by Lukas Motorsport) gelang nach einem missglückten Qualifying und Startplatz 24 ein guter Rennbeginn: "Direkt nach dem Start konnte ich einige Positionen nach vorn fahren und eigentlich lief es nicht so schlecht. Doch in der letzten Runde bekam ich plötzlich ein technisches Problem und musste das Auto zwei Kurven vor Schluss abstellen. Wir müssen analysieren, was da passiert ist."

Ammermüller führt die Meisterschaft an - Foto: Porsche

Champagnerkorken knallten auf dem Sachsenring für den Schweizer Rolf Ineichen. Der Konrad Motorsport Pilot sicherte sich vorzeitig den Titel des Amateur-Champions. Ineichen wurde in 16 Rennen zwölf Mal als Erster der B-Meisterschaft gewertet. Der Geschäftsmann aus Sursee liegt mit 264 Punkten vor Ralf Bohn (D/Team GT3 Kasko, 221) und Wolf Nathan (NL/Land Motorsport, 220).

Die Fans des Porsche Carrera Cup Deutschland dürfen sich auf einen spannenden Schlussspurt freuen. Vom 17. bis 19. Oktober wird auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg das neunte und letzte Meisterschaftswochenende ausgetragen. In den letzten beiden Läufen des Jahres entscheidet sich, wer sich die Meisterkrone im hart umkämpften Markenpokal aufsetzen darf. Für Connor de Phillippi (Förch Racing by Lukas Motorsport) wird das Hockenheim-Wochenende zum Heimspiel. Der US-Amerikaner lebt seit anderthalb Jahren in der Nähe von Frankfurt und hat damit eine kurze Anreise zum Finale. Auch Porsche-Junior Sven Müller (D/Team Deutsche Post by Project 1) muss vom rheinland-pfälzischen Bingen nur knapp hundert Kilometer bis zum Hockenheimring fahren.


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