Motorsport

Hans-Joachim Stuck tritt als DMSB-Präsident zurück

Hans-Joachim Stuck legt sein Amt als DMSB-Präsident nieder. Persönliche Gründe führten zum Rücktritt. Sein Nachfolger steht noch nicht fest.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Hans-Joachim Stuck tritt von seinem Amt als DMSB-Präsident zurück. Als Grund gibt der Deutsche Motor Sport Bund persönliche Gründe in einer Pressemittelung an diesem Mittwoch an. Wer die Nachfolge des früheren Profi-Rennfahrers antritt, steht noch nicht fest.

Bis zur Jahreshauptversammlung am 18. April 2020 werden die übrigen DMSB-Präsidiumsmitglieder die Geschäfte gemeinsam führen und die turnusgemäßen Wahlen vorbereiten.

Stuck zu einer Entscheidung, das Amt nach rund acht Jahren vorzeitig niederzulegen: "Mein Ziel war es immer, dem Motorsport nach meiner aktiven Karriere ein bisschen von dem zurückzugeben, was ich über die vielen Jahrzehnte erleben durfte. Das ist mir in vielen Bereichen gelungen. Nun möchte ich das Amt aber in andere Hände legen."

Stuck hatte die DMSB-Präsidentschaft im Jahr 2012 von Torsten Johne übernommen und über zwei Amtsperioden hinweg die Geschicke geführt. Unter anderem das Thema Sicherheit trieb Stuck während seiner Amtszeit voran.

Neben vielen Detailverbesserungen wird dabei insbesondere sein Engagement rund um die Nürburgring-Nordschleife in Erinnerung bleiben. Unter Stucks Leitung setzte sich der DMSB stark für den Erhalt der Streckenlizenz der Nordschleife ein, die in dieser Zeit auch durch viele bauliche Maßnahmen sicherer wurde.

Stuck: Meilensteine seiner Rennfahrer-Karriere

Stuck setzte beim DMSB eine Karriere fort, die ihn zu einem der bekanntesten Piloten der Welt machten. Der 1951 in Garmisch-Partenkirchen als Sohn des berühmten Rennfahrers Hans Stuck senior geborene Striezel Stuck trat seit 1969 in unzähligen Rennen und Meisterschaften an. Schon 1972 wurde er Deutscher Rennsportmeister und wechselte danach zunächst in den Formel- und Sportwagenbereich.

So absolvierte er Rennen in der Formel 1 und trat in der Langstrecken-WM an, die er 1985 als Weltmeister abschloss. Besonders erfolgreich war er immer wieder im Tourenwagen und GT. So wurde er Vizemeister er in der Deutschen Rennsport-Meisterschaft (1981 und 1983) sowie der Tourenwagen-WM (1984).

1990 gewann er die DTM. Zu den zahlreichen Siegen im Langstreckensport gehören die 24h-Rennen von Le Mans (1986 und 1987) und auf seiner Lieblingsrennstrecke, dem Nürburgring (1970, 1998, 2004).

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