Motorsport / Rennbericht

GT-Weltcup Macau 2017: Regen, Safety Cars, knapper Mortara-Sieg

Beim GT-Weltcup im Rahmen des Macau Grand Prix 2017 hat Edoardo Mortara wieder zugeschlagen. Die Bedingungen waren aber sehr schwierig. So lief das Rennen:
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Macau Magier Mortara macht seinen nächsten Sieg klar. Der Mercedes-Pilot blieb auch beim Hauptrennen zum GT-Weltcup 2017 unangetastet. Spannend wurde es am Schluss aber nochmal. Zweiter wurde Robin Frijns gefolgt von Maro Engel. Einfach war es für die verbliebenen Piloten nach dem Massencrash im Samstag aber nicht. Das Rennen fand auf abtrocknender Strecke statt, zudem gab es mehrere Safety Car Phasen.

Die Startaufstellung: Für das Grid wurde, wie immer, das Ergebnis des Qualifikationsrennens herangezogen. Damit starteten Edoardo Mortara und Augusto Farfus aus Reihe eins, dahinter Raffaele Marciello und Robin Frijns sowie Chaz Mostert und Darryl O'Young. Insgesamt konnten nach dem Massencrash im Qualifikationsrennen noch 14 Fahrer beim Hauptevent starten.

Der Start: Über Nacht hatte es geregnet in Macau. Für die Rennleitung waren die Bedingungen damit zu gefährlich - gerade vor dem Hintergrund des Massencrashs in der ersten Runde des Qualifikationsrennens. Somit wurde zunächst zwei Runden lang hinter dem Safety Car gefahren. Danach war das Rennen freigegeben. Mortara behielt seine Führung und setzte sich im Laufe der ersten Runde schon deutlich ab, dahinter schob sich Marciello in der Lisboa-Kurve an Farfus vorbei. Frijns und Mostert blieben dahinter auf den Positionen.

Macau Grand Prix 2017: Die Highlights vom GT-Weltcup: (04:28 Min.)

Der Rennverlauf: Der Fokus verlegt sich zunächst auf den Kampf um P6 - O'Young hielt eine Gruppe an Fahrern auf. Am Ende von Runde vier schaffte es zunächst Maro Engel vorbei. Fast gleichzeitig musste Marciello seinen Mercedes mit Defekt an der Box abstellen, sodass alle eine Position gewannen. In Runde sechs kam das Safety Car wieder heraus, da Lucas Di Grassi seinen Audi R8 in die Mauer warf. Bei BMW nutzte man das zu einem kurzen Reparaturstopp bei Augusto Farfus.

Erst in Runde zehn wurde das Rennen wieder freigegeben. Mortara behauptete seine Führung, Frijns blieb Zweiter. Dahinter überholte Engel Mostert in der Lisboa-Kurve für P3. Das Safety Car kam jedoch gleich wieder raus, da O'Young in der Bande steckte. Zuvor war er wieder gehörig unter Druck von Daniel Juncadella und Nico Müller geraten. Beim erneuten Restart in Runde zwölf behaupteten Mortara, Frijns und Engel ihre Top-3-Positionen, dahinter kämpften die BMW von Mostert, Marco Wittmann und Farfus um die Plätze.

Farfus setzte sich hier durch, er ging in Maternity an Wittmann vorbei und wenige Meter später auch an Mostert, nachdem dieser die Leitplanken touchierte. Gleichzeitig stellte Müller seinen Audi an der Box ab. In der Schlussphase geriet Mortara nochmal unter Druck - Frijns und Engel kamen immer näher. Das Duo hatte in der letzten Runde den Anschluss hergestellt. Doch für einen Angriff sollte es nicht mehr reichen. Mortara fuhr als Sieger vor Frijns und Engel über die Ziellinie. Vierter wurde Farfus vor Mostert und Wittmann.

Pl. Fahrer Auto Zeit Gap
1. Edoardo Mortara Mercedes-AMG GT3 18 Runden
2. Robin Frijns Audi R8 LMS 0.618
3. Maro Engel Mercedes-AMG GT3 1.357
4. Augusto Farfus BMW M6 GT3 12.312
5. Chaz Mostert BMW M6 GT3 13.041

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