Fahrermanager sind aus den Paddocks nicht mehr wegzudenken. Carlo Pernat ist schon lange im Geschäft und gilt als eine Legende seiner Zunft. Er ist Entdecker und Förderer vieler Superstars, unter anderem arbeitete er mit Valentino Rossi zusammen.
Derzeit stehen bei ihm Loris Capirossi, Marco Simoncelli und Niccolo Canepa unter Vertrag. Capirossi hat gerade seinen Vertrag mit Suzuki verlängert, Simoncelli steigt in die MotoGP auf und de Angelis sucht nach einem neuen Team. "Aber er wird uns erhalten bleiben", bestätigt Pernat in der September-Ausgabe des Motorsport-Magazins.

Simoncelli prophezeit Pernat eine große Zukunft. "Er ist für mich ein ganz großes Talent", betont er. "Er erinnert mich sehr an Valentino, die Art wie spricht, was er macht, sie machen die gleichen Fehler, kommen aus derselben Region und sehen sich sogar ein bisschen ähnlich. Ich glaube, er wird eines Tages in die Fußstapfen von Valentino treten." Wenn Pernat den Lockenkopf sieht, fühlt er sich um 14 Jahre in seinem Leben zurückversetzt - zum jungen Valentino Rossi.
In der Gehaltsliga des amtierenden Champions sind Pernats Schützlinge allerdings noch nicht angelangt. "Valentino ist auf einem anderen Stern", gesteht er im Interview mit dem Motorsport-Magazin. In der kommenden Saison müssten alle Fahrer Einbußen hinnehmen, die Krise habe nun auch die MotoGP erreicht. "Bis jetzt konnte man ohne Weiteres bis zu 3,5 Millionen Euro im Jahr verdienen, dazu kommen noch persönliche Sponsoren und das Merchandising", erklärt er. "Das heißt, ein Fahrer der zweiten Kategorie konnte alles in allem 6 Millionen Euro verdienen."
Das werde es in der Zukunft nicht mehr geben. "Ich glaube, dass alle mit Einbußen bis zu 50% rechnen müssen." Als einzige Ausnahme sieht er Jorge Lorenzo. "Hier sprechen wir ohne Prämien und Zuschläge von 4 Millionen Euro."
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