Nicky Hayden, Sieger:
Das ist wie im Märchen. Bei meinem Heim-GP bei beinahe allen Sessions Schnellster zu sein, die Pole zu holen und dann auch noch zu gewinnen ist als ob ein Traum wahr werden würde. Es ist schon etwas länger her, dass ich irgendetwas gewonnen habe - abgesehen von dieser TV Dating Show - und es fühlt sich unglaublich an. Im Rennen legte ich einfach die Ohren an und fuhr mir das Herz aus der Seele. Ich sah die Lücke immer kleiner werden und dachte oh nein. Aber ich blieb konzentriert. Dieser Sieg ist für alle in meinem Team - für Honda, die an mich geglaubt haben und für all die großartigen Fans an der Strecke, die mich so sehr unterstützt haben.

Colin Edwards, 2. Platz:
Ich hatte einen schlechten Start. Danach pushte ich so hart wie möglich um Valentino zu überholen. Immer wenn ich die Lücke zu Nicky etwas schloss, konterte er und deswegen muss ich meinen Hut vor ihm ziehen. Als die Reifen nachließen, versuchte ich nur noch ins Ziel zu kommen. Ich wusste, dass ich zwei Sekunden Vorsprung auf Valentino hatte, aber auf meiner Boxentafel stand plötzlich 0,6. Also schaute ich über die Schulter und dachte 'oh, nein. Nicht in der letzten Runde!'. Ich gab alles um ihn hinter mir zu halten und wir waren nahe dran zu crashen. Somit ist der zweite Platz sehr zufrieden stellend.

Valentino Rossi, 3. Platz:
Nicky fuhr ein sehr hartes Rennen und es war unmöglich ihn heute einzuholen. Ich wusste, dass Colin kam, bemerkte aber nicht wie nah er schon war und deswegen überholte er mich in der Corkscrew. Gegen Ende holte ich ihn wieder ein und versuchte ihn zu überholen. Er drehte sich um und ich sagte 'Hallo, da bin ich!'. Ich wollte in der letzten Runde angreifen, aber dann hatte ich eine Vision von beiden Yamahas im Kies und entschloss mich dazu, dass der dritte Platz genug ist.

Max Biaggi, 4. Platz:
Es war ein gutes Rennen. Sicherlich hätten wir auf das Podium klettern können, aber ich brauchte so lange um Bayliss zu überholen, der mich sehr einbremste. Deshalb verlor ich den Kontakt zur Spitzengruppe. Ich mochte auch das Duell gegen Gibernau, welches hart aber immer fair war. Wir hatten viel Spaß.

Sete Gibernau, 5. Platz:
Das war eines meiner besten Rennen in dieser Saison - selbst da das Ergebnis dies nicht widerspiegelt. Wir fanden ein besseres Setup und ich gab alles, selbst da ich wusste, dass es hart werden würde von so weit hinten zu starten. Wir konnten den gleichen hohen Rhythmus wie die Jungs an der Spitze mitgehen und blieben das ganze Rennen über konstant. Es war kein ideales Wochenende. Wenn wir im Qualifying gut sind, scheinen wir es im Rennen nicht umsetzen zu können und umgekehrt.