Es dauerte lange, bis sich auf dem Ricardo Tormo Circuit nahe Valencia am Dienstag etwas bewegte, da die Fahrer wegen Regenschauern in der Nacht und am Vormittag warten wollten, bis die Strecke trocken genug war. Als erstes zu sehen war dann Ducati-Testfahrer Franco Battaini, der für Valentino Rossi die Maschinen einfuhr. Danach folgte Pramac-Umsteiger Loris Capirossi, bevor um cirka 12:20 Uhr schließlich das lange erwartete Ducati-Debüt Rossis folgte. Die erste Ausfahrt war allerdings gemächlich und es dauerte ein paar Runden, bis der Italiener eine ordentliche Seitenlage in den Kurven fuhr.
Nach der ersten Ausfahrt Rossis folgten dann auch weitere Kollegen, so das bis 13:40 Uhr doch schon die Meisten eine Rundenzeit zu Buche stehen hatten. Mit einer Zeit von 1:34.342 Minuten lag zu dem Moment Casey Stoner in Front, der erstmals mit der Werks-Honda fuhr - noch ganz in weiß. Er hatte einen neuen Rahmen an der Maschine ausprobiert und verglich ihn mit dem 2010er-Modell. Rund eine Zehntel hinter ihm war Marco Simoncelli zu finden, der ebenfalls zum Werksfahrer aufgestiegen ist, auch wenn er weiter bei Gresini fährt. Der Italiener beschäftigte sich auch mit Rahmen, allerdings mit verschiedenen Versionen des Teils von 2010. Zudem arbeitete er an der Aufhängung. Andrea Dovizioso machte mit dem gleichen Arbeitsprogramm im Hintergrund das Honda-Trio an der Spitze perfekt.
Mit rund einer halben Sekunde Rückstand war Colin Edwards Vierter und ihm folgte Rossi, der bei seinen Vergleichsfahrten zwischen Screamer- und Big-Bang-Motor vorerst nicht auf Setup und Rundenzeit schaute. Acht Zehntelsekunden lag er dabei hinter Stoner. Randy de Puniet, Hector Barbera, Dani Pedrosa und Alvaro Bautista rundeten die Top Ten ab. Dahinter folgten Rookie Cal Crutchlow, Yamaha-Werksteam-Aufsteiger Ben Spies, Toni Elias, der für Gresini fahrende Hiroshi Aoyama und Neuling Karel Abraham. Da viele aber bis zum frühen Nachmittag nur wenige Runden gefahren hatten, waren die Ergebnisse und Zeiten noch nicht wirklich aussagekräftig. Jorge Lorenzo hatte sich beispielsweise noch gar nicht gezeigt gehabt.

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