Was für eine dominante Vorstellung von Moto3-WM-Leader David Alonso! Der kolumbianische Aspar-Pilot lässt seinen Konkurrenten im Aragon-Qualifying keine Chance, einzig Jose Antonio Rueda kann weniger als eine Sekunde Rückstand vorweisen. Daniel Holgado landet auf Startplatz sieben, Collin Veijer kommt nicht über den neunten Rang hinaus.

So lief das Q1 der Moto3:

Schwierige Streckenverhältnisse nach nächtlichen Regenfällen brachten die Moto3-Piloten im ersten Qualifying-Abschnitt an ihre Grenzen, zahlreiche Stürze waren zu sehen. Die vielen Gelben Flaggen ließen kaum Zeitfenster zu, um schnelle Rundenzeiten anzuschreiben. Letztlich war es Matteo Bertelle, der sich am besten positionierte und in 2:00.955 Minuten die schnellste Runde der Session fuhr.

Taiyo Furusato, Filippo Farioli und Scott Ogden sicherten sich mit einem Respektabstand von mehr als sechs Zehnteln die Plätze zwei bis vier, womit auch sie in Q2 aufsteigen. Tatsuki Suzuki kam nicht über den fünften Rang hinaus und steht damit nur auf Startplatz 19 - direkt vor dem Schweizer Noah Dettwiler, der sich mit 1,5 Sekunden Rückstand den sechsten Rang in Q1 sicherte.

Das war Q2 der Moto3 in Aragon:

David Alonso eröffnete den zweiten Qualifying-Abschnitt mit der ersten Rundenzeit des Tages unter der 2-Minuten-Marke. Einzig Joel Kelso konnte dieses Tempo halbwegs mitgehen, verlor aber auch schon mehr als drei Zehntel. Beide Piloten blieben im Anschluss ohne Verbesserung, wodurch sich Ivan Ortola, Bertelle, Jose Antonoio Rueda und Angel Piqueras auf den Plätzen drei bis sechs annähern konnten. Das restliche Feld lag nach dem ersten Schlagabtausch mehr als eine Sekunde zurück.

Collin Veijer setzte auf einen anderen taktischen Ansatz, der fuhr seine schnellen Runden etwas zeitverzögert und nutzte die freie Strecke, um sich auf Rang drei zu schieben, während seine Kontrahenten an der Box weilten. Im zweiten Versuch lief es sogar noch besser, denn der IntactGP-Pilot konnte sich kurzzeitig an die Spitze setzen.

Alonso konterte allerdings nur kurze Zeit später und distanzierte seinen ersten Verfolger um mehr als eine Sekunde. Anschließend fand der Aspar-Youngster sogar noch mehr Zeit und setzte sich in 1:58.059 Minuten um zwischenzeitlich 1,6 Sekunden ab. Darauf fand kein Moto3-Pilot eine Antwort mehr. Einzig Rueda konnte sich mit vier Zehnteln Rückstand nochmal halbwegs annähern, das restliche Feld hatte mehr als eine Sekunde Rückstand.

Alonso startet den Aragon-GP damit von der Pole Position vor Rueda und David Munoz, der Dritter wurde. Piqueras sicherte sich Rang vier, dann Joel Kelso und Luca Lunetta. Es folgt Daniel Holgado vor Bertelle und Veijer, der letztlich nicht über P9 hinauskam.

Stürze und Zwischenfälle:

Nicola Carraro flog gleich zu Beginn des Qualifyings am Ausgang der Schlusskurve heftig per Highsider ab. Der junge Italiener bekam dabei einen heftigen Schlag von seinem Motorrad ab, kam aber ohne größere Verletzungen davon.

Fast zeitgleich musste sich Ryusei Yamanaka mit technischen Problemen an seiner KTM herumschlagen, am Heck war Rauch zu erkennen. Die Rennleitung zeigte ihm die Schwarze Flagge mit orangenem Kreis, woraufhin der Japaner am Streckenrand abstellte.

Zur Sessionmitte von Q1 crashte Riccardo Rossi in Turn 12. Wenig später flog zudem Vicente Perez ab in der schnellen Marc-Marquez-Kurve T10 ab. In der finalen Phase von Q1 erwischte es dort auch noch Tatchakorn Buasri.

In Q2 erwischte es Jacob Roulstone gleich auf seiner ersten fliegenden Runde in Kurve drei per Highsider. Nur Augenblicke später crashte Ivan Ortola beinahe in der Bergab-Schikane von Turn 8/9. Er konnte einen Vorderradrutscher nur mit viel Glück abfangen und musste durch das Kiesbett abkürzen.

Nach Ablauf der Zeit stürzte dann auch noch David Almansa in Turn 16.