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Moto3

Zwei Horror-Crashes überschatten Moto3-Training in Misano

Schockmomente beim MotoGP-Wochenende in Misano. Deniz Öncü und Alberto Surra sorgen mit heftigen Abflügen für Rote Flaggen in der Moto3.
von Florian Niedermair & Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Das 3. Training der Moto3 wurde von zwei schlimmen Unfällen überschattet, denen jeweils Rote Flaggen mit langen Unterbrechungen folgten. Zunächst musste Deniz Öncü im Krankenwagen abtransportiert werden, kurz vor Schluss erwischte es auch Alberto Surra. Beide Fahrer mussten zwar auf das Qualifying am Samstagnachmittag verzichten, zeigten sich aber bereits unverletzt an ihrer Box.

Massiver Highsider von Öncü

In der letzten Kurve der Strecke von Misano geschah der Unfall von Deniz Öncü. Der KTM-Pilot verlor ausgangs von T16 Kurve die Kontrolle über sein Bike und wurde durch die Luft geschleudert. Nach einem harten Aufschlag auf der Asphaltoberfläche blieb Öncü kurze Zeit regungslos liegen.

Streckenpersonal war umgehend zur Stelle um den 18-Jährigen zu versorgen und die Sicht auf den Unfall zu verstellen, während die Session durch eine rote Flagge unterbrochen wurde. Nach einigen Minuten das Bangens wurde mitgeteilt, dass Öncü bei Bewusstsein war.

Er wurde mit einem Krankenwagen abtransportiert und im Medical Center intensiv durchgecheckt. Kurz nach 10 Uhr gab sein Team via Twitter Entwarnung und teilte mit, dass er grundsätzlich in Ordnung sei. In einem Interview im offiziellen Livestream der MotoGP am Samstagnachmittag sagte Öncü: "Ich kann mich an den Crash nicht erinnern und bin erst eine halbe Stunde danach wieder richtig zu mir gekommen. Ich hoffe aber trotzdem, dass ich morgen starten kann."

Surra muss versorgt werden

Die Session wurde nach einer circa zehnminütigen Unterbrechung wieder aufgenommen. Doch der Sturzreigen ging munter weiter. In den Schlussminuten gingen mehrere Fahrer zu Boden. Am schlimmsten erwischte es Alberto Surra, der in der schnellen Kurve 11 auf Yuki Kunii auffuhr und nach außen von seinem Motorrad geworfen wurde.

Was Surra genau passiert ist, zeigten die TV-Bilder nicht. Die Rettungskräfte zogen aber sofort einen Sichtschutz auf und behandelten den Fahrer für mehrere Minuten. Erst nach einigen Minuten teilte die Rennleitung mit, dass Surra bei Bewusstsein sei. Während des Qualifyings zeigte er aus seiner Box in Zivilkleidung den Daumen nach oben.

Über eine Starterlaubnis entscheiden die Rennärzte am Sonntagmorgen. Die FIM-Stewards zogen bereits eine Konsequenz aus den Unfällen und disuqalifizierten Kunii, auf den Surra aufgefahren war, für das Rennen am Sonntag.


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