Moto3

Moto3 Valencia 2018: Arbolino bei feuchtem Qualifying auf Pole

Tony Arbolino holt die Valencia-Pole der Moto3. Bei schwierigen feuchten Bedingungen schlug er Atiratphuvapat in der letzten Minute. Philipp Öttl auf 27.
von Markus Steinrisser

Motorsport-Magazin.com - Tony Arbolino entschied in Valencia das letzte Moto3-Qualifying der Saison für sich. Er steht vor Nakarin Atiratphuvapat auf der Pole, bei einem engen Qualifying in Mischbedingungen. Es ging auf feuchter Strecke los, und bis zum Ende gab es nur eine schmale trockene Linie. Viele Fahrer legten bei diesen schwierigen Bedingungen Stürze hin.

Das Wetter: Das Valencia-Wochenende hatte für die Moto3 wie für alle anderen Klassen mit viel Regen begonnen, doch im Qualifying blieb es trocken. Trotzdem startete die Session bei feuchter Strecke, denn kurz vorher hatte es noch geregnet. Erst zum Ende der Session begann es richtig abzutrocknen, eine schmale trockene Linie bildete sich. Sowohl Luft- als auch Streckentemperatur betrugen nur 16 Grad.

Die Platzierungen: Tony Arbolino fuhr am Ende des Qualifyings ein paar hervorragende Runden, und holte sich mit 1:46.773 die letzte Pole der Saison, nachdem er lange unauffällig blieb. Dahinter reihte sich Nakarin Atiratphuvapat mit 0.244 Sekunden Rückstand ein, und John McPhee komplettierte die erste Reihe. In den letzten fünf Minuten verbesserten sich alle Fahrer noch einmal deutlich, da die trockene Linie immer breiter wurde.

Der Meister des Red Bull Rookies Cup, Can Öncü, führte zu Beginn des Qualifyings lange. Am Ende wurde es Platz vier für ihn. Valencia ist sein WM-Debüt, im Alter von nur 15 Jahren ist er der jüngste Moto3-Pilot der WM. Nakarin Atiratphuvapat feiert im Gegenzug in Valencia seinen WM-Abschied, zeigte aber bei den feuchten Bedingungen auf und führte zur Qualifying-Mitte ebenfalls lange.

Die Zwischenfälle: Marco Bezzecchi begann die Session mit einer frühen Bestzeit, bevor er sich in Kurve 8 ins Kiesbett legte und seine KTM eingrub. Mit Hilfe der Streckenposten bekam er das Motorrad wieder zum Laufen. Kurz darauf kopierte Marcos Ramirez den Abflug. Er konnte aufstehen. Dann folgte Andrea Migno, auch er konnte aufstehen.

Dann stürzte auch Can Öncü in Kurve 8, konnte aber einen schlimmeren Abflug verhindern. Er stieg sofort wieder auf und fuhr weiter. Für die nächsten Minuten kehrte Ruhe ein. 20 Minuten vor Schluss stürzte Albert Arenas, er musste sein Motorrad mit Hilfe der Streckenposten rausschieben. Ein paar Minuten später stürzte Alonso Lopez in Kurve 8, folgte den Spuren seiner Vorgänger.

Nur eine Minute später stürzte auch Gabriel Rodrigo in der gleichen Kurve. In den letzten Minuten, als noch einmal Tempo gemacht wurde, stürzte dann Niccolo Antonelli, er wurde wie fast alle anderen ein Opfer von Kurve 8.

Die Analyse: Mit seiner zweiten Pole nach Argentinien beendete Tony Arbolino seine Saison auf einem Hoch. Sehr beeindruckend war vor allem die Leistung von Can Öncü, der bei seinem Moto3-WM-Debüt gleich einmal um die Pole mitfuhr, und das auch noch bei schwierigen Bedingungen.


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