Moto3

Wegen Formel E: Mahindra steigt aus Moto3 aus

Mahindra beendet nach sieben Jahren sein Engagement in der Motorrad-WM. So erklärte man dieses drastischen Schritt:
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Mahindra steigt mit Saisonende aus der Motorrad-WM aus. Der indische Hersteller beendet somit sein Engagement in der Moto3-Klasse, wie man am Sonntag via Presseaussendung mitteilte.

"Dieser Schritt ist das Resultat einer strategischen Neuausrichtung von Mahindra Racing hin zu elektrischem Motorsport. Mahindra wird sich künftig auf die FIA Formel E konzentrieren, wo das Team unlängst in Berlin sein erstes Rennen gewann und in der Meisterschaft aktuell auf Platz drei liegt", heißt es in dem Schriftstück.

Formel E statt Moto3 - so lautet also die für Motorrad-Fans harte Entscheidung der Inder. 2011 stieg Mahindra im letzten Jahr der 125cc-Klasse in die Weltmeisterschaft ein und gehörte seit Einführung des Moto3-Reglements zu den Stamm-Herstellern neben KTM und Honda.

Erfolg ließ lange auf sich warten

Lange musste man auf die ersten Achtungserfolge warten: Erst 2013 holte Miguel Oliveira in Sepang mit Rang drei den ersten Podestplatz. Den ersten Sieg holte Francesco Bagnaia erst im Vorjahr in Assen. Mit Peugeot - deren Markenrechte im Zweiradbereich Mahindra hält - haben die Inder seit dem Vorjahr eine zweite Marke im Moto3-Rennen, die durch John McPhee im Brünn im Vorjahr bereits einen Sieg einfahren konnte.

Insgesamt rechnet sich die Mahindra-Gruppe in bislang sechseinhalb Jahren damit drei Siege (zweimal Mahindra, einmal Peugeot) sowie 13 Podestplätze an. In der Konstrukteurs-Wertung kam man aber nie über den dritten Platz hinaus und war erst im Vorjahr vereinzelt technisch auf Augenhöhe mit KTM und Honda.

In der aktuellen Saison gab es aber einen Rückschlag: In den ersten acht Rennen des Jahres schaffte es keine einzige Mahindra oder Peugeot in einem Lauf in die Top-10, in der Herstellerwertung liegt man mit sechs Punkten (Mahindra) bzw. fünf (Peugeot) aussichtslos zurück. Auch das dürfte zu der Entscheidung über den Ausstieg beigetragen haben.


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