Moto3

Jorge Martin verliert Pole in Mugello nach Strafe

Jorge Martin holte in Mugello die Pole Position, doch er freute sich zu früh. Philipp Öttl wurde 16.
von Sophie Riga

Motorsport-Magazin.com - Jorge Martin wusste auch in Mugello zu beeindrucken, freute sich aber zu früh. Nach zögerhaften Outings der Moto3-Piloten am Beginn der Session wurde es wie immer am Ende heiß in der kleinsten WM-Kategorie. Jorge Martin nutzte die Bedingungen der Windschattenschlacht optimal aus, musste den Platz an der Sonne aber fünf Stunden nach Quali-Ende für John McPhee räumen. Philipp Öttl wurde 16.

Die Platzierungen: Die meisten Moto3-Piloten ließen die Session ruhig angehen. Erst ein paar Minuten nach dem Start ging der Großteil der Fahrer auf die Strecke. Nach zehn Minuten setzte Fabio Di Giannantonio die erste Bestzeit, die bis kurz vor Session-Ende hielt. Dahinter wechselten die Plätze lebhaft.

Wie üblich begann der richtige Shootout erst einige Augenblicke vor Ende der Session. Jorge Martin plante seine Session am besten und holte mit 1:57.176 die Pole Position. John McPhee und Joan Mir folgten dahinter und rückten auf, als Martin wegen Trödelns auf der Ideallinie nachträglich um zwölf Plätze nach hinten versetzt wurde. An Philipp Öttls 16. Platz änderte sich nichts.

Die Zwischenfälle: Knapp zehn Minuten nach Session-Beginn legte Joan Mir sein Bike mitten in Kurve zwei auf der Strecke ab. Die Marshalls konnten das Chaos aber schnell beseitigen, sodass die Session nicht abgebrochen werden musste. Mir blieb unverletzt. Nicolo Bulega ging in Kurve 12 heftig zu Boden, er setzt sich zwar hin, braucht aber ein paar Minuten, um selbstständig aufzustehen. Bulega wurde nach dem Crash ins Clinica Mobile gebracht, kam aber bereits kurze Zeit später in die Box. Sein Bike war wenige Minuten darauf wieder einsatzbereit.

Das Wetter: Die Temperaturen in der italienischen Toskana stiegen zum Qualifying der Moto3 noch um einiges im Vergleich zum Vortag an. Die Luft hielt 26 Grad, von Wolken keine Spur. Perfekte Bedingungen also.

Die Analyse: Respekt an Bulega, der nach einem massiven Sturz nur einen kurzen Abstecher ins Clinica Mobile vorbeischaute und danach wieder in der Box saß. Auch Di Giannantonio zeigte mit seiner Bestzeit am Anfang des Qualifyings gute Leistungen, als noch kein anderer Fahrer gewillt war, auf Angriff zu fahren. An Polesitter Jorge Martin musste die Rennleitung letztlich ein Exempel statuieren, um das gefährlich Trödeln in den finalen Minuten des Qualifyings endlich abzustellen.


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