Zu Beginn der Session stellte sich das Setup, was vor einem Monat zum letzten Test auf der Heimstrecke erarbeitet wurde, für Sandro Cortese als nicht optimal für die heutigen Bedingungen heraus. Die Temperaturen waren am Freitag deutlich höher und dafür das Motorrad zu hart abgestimmt. Dadurch war der Grip vor allem am Hinterrad nicht so gut wie vor vier Wochen zur IDM. Während des zweiten Trainings am Nachmittag wurde die Aprilia dann am hinteren Federbein weicher gemacht, was gleich eine Verbesserung brachte. Die Rundenzeiten wurden eine halbe Sekunde schneller und der Racing Team Germany Pilot konnte sich auf den fünften Platz nach vorn setzen. Die 0,5 Sekunden, die zum Führenden Nicolas Terol fehlen, hofft Cortese am Samstag noch zu finden. Vor allem im ersten Sektor, wo er momentan die meiste Zeit verliert.
"Wir hatten heute Morgen noch die Einstellungen von der IDM benutzt. Aber damals war es deutlich kühler als heute, dadurch hab ich mich mit dem Setup schwer getan. Das Motorrad war sehr hart abgestimmt, aber heute war der Grip nicht so gut. Wir haben dann während des Trainings umgebaut, wodurch die Zeiten zügig schneller geworden sind. Am Schluss war es dann ganz ok, auch wenn noch eine halbe Sekunde fehlt. Aber ich bin hier schon um Einiges schneller gefahren. Wir haben jetzt den Schritt in die richtige Richtung eingeschlagen. Ich denke an Tag eins kann man mit Platz fünf zufrieden sein, aber natürlich möchte ich soweit wie möglich nach oben", fasste Cortese zusammen.
Cheftechniker Jürgen Lingg ergänzte: "Weil Sandro hinten keinen guten Grip hatte, haben wir das Federbein etwas weicher gemacht. Das hat dann zum Schluss ganz gut funktioniert. Jetzt müssen wir schauen, warum er im T1 noch Zeit verliert. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir uns morgen noch steigern können."
Teamchef Dirk Heidolf resümierte: "Das war eine deutliche Leistungssteigerung von heute Morgen zu heute Nachmittag. Die Witterungsbedingungen sind besser geworden, es ist weniger Wind, der Asphalt ist wärmer. Wir sind nicht mehr so weit hinterher. Die halbe Sekunde können wir auf jeden Fall noch finden. Da ist noch viel Potential. Aber im ersten Sektor verliert er noch viel Zeit. Wenn wir da noch etwas finden, dann sollte es eine gute Geschichte werden."

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