Moto2

Moto2 & Moto3: GP-Distanz bei einigen Rennen verkürzt

Einige Rennen der Motorrad-WM fallen 2018 kürzer aus. In Moto2 und Moto3 sind für 2019 weitere Kürzungen geplant. Der Grund: die MotoE.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Die Einführung der neuen MotoE-Klasse ab 2019 wirft bereits ihre Schatten voraus. Wie die Offiziellen der Motorrad-WM am Dienstag bekanntgaben, werden künftig die Renndistanzen bei ausgewählten Läufen verkürzt.

In einem ersten Schritt werden bereits in der Saison 2018 die Moto3-Rennen in Austin, Jerez, Barcelona, Brünn, Aragon, Sepang und Valencia um eine Runde verkürzt, jenes in Le Mans sogar um zwei. In der Moto2 fallen künftig die Läufe in Austin, Le Mans, Barcelona, am Sachsenring, in Brünn, Misano, Motegi und Sepang um eine Runde kürzer aus, die Rennen in Jerez und Valencia um jeweils zwei Runden. Für 2019 haben die Verantwortlichen weitere Kürzungen in den beiden kleinen Klassen angekündigt.

MotoGP-Kürzung bereits bekannt

Wie bereits in der vergangenen Woche bekannt wurde, wird auch in der MotoGP die Renndistanz angepasst. In Austin, Le Mans, Barcelona, Brünn und Misano um jeweils eine Runde, in Jerez um zwei und in Valencia sogar um drei. Weitere Anpassungen sind in der MotoGP-Klasse für 2019 nicht geplant, wie die Verantwortlichen deutlich klarstellen.

Die Kürzungen für 2018 werden mit der unterschiedlichen zeitlichen Dauer der Rennen argumentiert. Denn während zum Beispiel in Spielberg der Rennrekord bei 39:43 Minuten liegt, wurde in Valencia noch nie ein MotoGP-Rennen unter 45:54 Minuten beendet. Durch die Streichung in der MotoGP soll die Renndauer künftig für TV-Anstalten besser planbar werden.

MotoE braucht Platz im Zeitplan

In den kleinen Klassen ist die Intention der Kürzungen aber klar: die Dorna will im straffen Zeitplan am Rennsonntag Platz für die neue MotoE schaffen. Ab 2019 wird diese Klasse ins Programm aufgenommen und soll zeitlich zwischen MotoGP-Warmup und Moto3-Rennen gelegt werden. Nach aktuellem Schema klafft dort ein Zeitfenster von einer Stunde.

Die weitere Verkürzung der Renndistanzen in Moto3 und Moto2 könnte dafür sorgen, diese beiden Klassen zeitlich enger aneinander zu rücken und somit zusätzlichen Raum für die MotoE, deren Rennen in der Premierensaison um die 20 Minuten dauern könnten, zu schaffen.


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