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Nicht zu 100 Prozent auf das Motorrad konzentriert - Aegerter: Habe alles probiert, ging nicht

Dominique Aegerter sprach nach dem Saisonfinale in Valencia über das letzte Rennen und seine schwierige zweite Saisonhälfte.
von Maria Pohlmann

Motorsport-Magazin.com - Wie verlief dein Rennen?
Dominique Aegerter: Ich hatte einen sehr guten Start, wurde in der zweiten Kurve aber von Zarco rausgedrängt. In der letzten Kurve habe ich durch den Sturz von Vinales und Kallio ein bisschen Zeit verloren. Ein paar Runden später habe ich durch Morbidellis Sturz auch wieder verloren. Dann bin ich voll am Limit gefahren - schneller als im Qualifying. Nach etwa zehn Runden hatte ich kein so gutes Gefühl mehr am Vorderreifen. Ich konnte nicht mehr so pushen. Dazu hatte ich ziemlich viel Druck von hinten. Ich habe gesehen, dass meine Verfolger immer näher kommen und habe dadurch auch einige Fehler gemacht. Damit habe ich diese zwei Plätze wie in Malaysia etwas verschenkt.

Darum bin ich in den letzten drei Runden auch volles Risiko gegangen
Dominique Aegerter

Tom Lüthi fuhr extrem stark und hat das Rennen gewonnen. Hattest du abgesehen von den beiden verschenkten Plätzen eine Chance gesehen?
Dominique Aegerter: Nein, in den ersten zehn Runden dachte ich, dass wir eine Chance haben, weil wir ein kleines bisschen auf die beiden vorn aufschließen konnten, aber zur Rennmitte habe ich gesehen, dass ich aus eigener Kraft nicht mehr viel machen kann. Darum bin ich in den letzten drei Runden auch volles Risiko gegangen, als die anderen beiden mich überholt haben, aber es ging nicht schneller. Ich habe alles probiert. Es ging einfach nicht.

Bist du sehr enttäuscht, dass die Saison, in der du deinen ersten Sieg geholt hast, jetzt so zu Ende geht?
Dominique Aegerter: Ja, es war nicht einfach, Tom zu schlagen, aber ich hätte probieren müssen, die Saison noch mit einem Podestplatz zu beenden. Sicherlich bin ich mit dem sechsten Platz etwas enttäuscht. Es gab insgesamt Höhen und Tiefen. In der ersten Saisonhälfte war ich viel schneller unterwegs. Ich denke, der Druck und die ganzen Dinge rund ums nächste Jahr haben mich ein bisschen belastet. Ich war nicht 100 prozentig auf das Motorrad konzentriert, darum konnten wir in den Trainings sicherlich auch das Motorrad nicht so abstimmen, dass ich im Rennen dann volle Leistung zeigen kann.


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