Nicht ganz erwartungsgemäß verlief der erste Trainingstag nach der langen Sommerpause für das Grand Prix Team Switzerland. Bei guten Witterungsbedingungen zum Auftakt des Grand Prix von Tschechien kam das ehrgeizige Schweizer Moto2-Projekt in der kombinierten Zeitenliste des Tages nicht über Rang 23 hinaus.

Der 21-jährige Pilot des Grand Prix Team Switzerland, Randy Krummenacher, zeigte in der Anfangsphase des Vormittagstrainings, dass sein sensationelles Rennen auf dem Sachsenring keine Eintagsfliege war. Der Kalex-Pilot startete extrem angriffslustig und mit konkurrenzfähigen Rundenzeiten in diese Session. Jedoch ein Versuch mit der Fahrwerksabstimmung erwies sich im weiteren Verlauf des ersten Trainingstages als falsch. Krummenacher beendete FP1 mit der 20.-schnellsten Rundenzeit, während er trotz Zeitenverbesserung am Nachmittag auf Rang 23 abrutschte. Bis zum Samstag wird man das Setting der Kalex-Moto2 wieder auf den bewährten Stand vom Sachsenring zurückbauen. Mit diesem Schritt ist man zuversichtlich, eine Steigerung und im Qualifying eine gute Ausgangsposition für das Rennen am Sonntag zu erzielen.

"In den ersten beiden Trainings sind wir nicht so richtig in Schwung gekommen. Schon am Vormittag war es recht mühsam, das sich auch am Nachmittag fortsetzte. Im Moment kämpfe ich noch damit, das Gefühl für den Vorderreifen zu bekommen. Wir haben mit dem Setting einen Versuch gemacht, der sich aber für mich nicht umsetzen lässt. In der Schlussphase von FP1 hatten wir hinten definitiv den besseren Reifen montiert, mit dem ich mich auch wesentlich wohler gefühlt habe. Trotzdem war es nicht möglich, wie gewohnt mit dem Hinterreifen zu arbeiten. Bis zum Samstag werden wir mit der Frontabstimmung wieder auf dem Stand vom Sachsenring zurückgehen. Mit diesem Schritt bin ich mir sicher, dass mein Gefühl für die Front wieder passen wird. Daher bin ich für das restliche Wochenende zuversichtlich. Das erste Training am Vormittag hat gezeigt, dass ich sofort meinen Rhythmus gefunden habe. Erst die Änderung hat mich etwas aus dem Konzept gebracht und ich bin zu verkrampft ans Werk gegangen. Das wird am Samstagmorgen meine erste Aufgabe sein, nämlich wieder lockerer zu fahren, und eben weniger aggressiv. Davon bin ich aber überzeugt, weil ich mit dem Gewissen rausfahren werde, wieder mein bewährtes Paket zu haben", fasste Krummenacher zusammen.

Teamchef Marco A. Rodrigo ergänzte: "Zunächst möchte ich sagen, dass ich froh bin, dass es wieder losgeht. Die Pause war lang, aber wir haben diese auch verdient und gebraucht. Der erste Trainingstag zum Auftakt in die zweite Saisonhälfte ist nicht ganz nach unseren Vorstellungen verlaufen. Wir sind mit der Abstimmung der Frontpartie auf keinen grünen Zweig gekommen. Randy hatte dadurch beim Einlenken Schwierigkeiten. Das Rennen ist am Sonntag und bis dahin werden wir hart arbeiten. Ich bin von meiner Crew überzeugt, dass sie es schaffen werden ein Setting auszutüfteln, mit dem sich Randy wohl fühlt."