Wegen extrem launischem Wetter muss sich das Grand Prix Team Switzerland mit Startplatz 17 für die morgige TT Assen zufrieden geben. Immer wieder einsetzende Regenschauer am zweiten Trainingstag ruinierten dem noch jungen Schweizer Moto2-Projekt die Taktik für das Qualifikationstraining am Freitagnachmittag. Ein kurzer Nieselregen verhinderte eine Zeitenverbesserung in der Schlussphase, sodass Randy Krummenacher seine persönliche Bestmarke von 1´40.925 bereits in seiner fünften Runde erzielte.
Nachdem schon der Grand Prix von Großbritannien vor zwei Wochen von extremen Witterungsbedingungen stark beeinflusst war, spielt auch an diesem Wochenende im Nordosten der Niederlande das Wetter verrückt. An den zwei Trainingstagen auf dem TT Circuit Assen wurde jede Session der drei Grand-Prix-Klassen durch vereinzelte Regenschauer beeinträchtigt. Dem Grand Prix Team Switzerland machten diese Mischverhältnisse ganz besonders in dem so wichtigen Qualifying einen Strich durch die Rechnung, nachdem man im abschließenden freien Training am Vormittag mit der elftschnellsten Zeit berechtigte Hoffnungen auf einen guten Startplatz hatte. Ein Wetterumschwung nach nur einem Drittel der Trainingszeit ruinierte die Taktik, weil Kalex-Pilot Krummenacher mit gebrauchten Reifen in die Session gestartet war und deswegen nicht schon in der Anfangsphase mit einem frischen Reifensatz auf Zeitenjagd gehen konnte. Nichtsdestotrotz ist man für das Rennen zuversichtlich, da die Rundenzeiten im Renntrimm sehr ansprechend waren. Von Startplatz 17 wird ein guter Start wichtig für ein gutes Rennergebnis sein.
"Leider hat das Wetter bezüglich unserer Taktik nicht mit gespielt. Bei normalen Verhältnissen, oder besser gesagt bei durchgehend einheitlichen Bedingungen wäre unser Plan bestimmt aufgegangen. Wir sind mit gebrauchten Reifen in die Session gestartet, was sich nachträglich als falsch herausstellte, weil es schon nach nur 15 Minuten wieder zu regnen begonnen hatte. Mit einem neuen Satz Reifen hätten wir sicher einen großen Schritt nach vorne machen können. Nichtsdestotrotz können wir mit dem 17. Startplatz zufrieden, weil dieses Ergebnis mit diesem Package, mit dem wir im Qualifying unterwegs waren, gut ist. So gesehen müssen wir uns voll und ganz auf das Rennen konzentrieren. Wir wissen seit dem Vormittagstraining, dass wir mit Rennabstimmung schnell sind. Meiner Meinung nach können wir das Motorrad auch noch einen Tick verbessern. Das werden wir auch im Warm-Up versuchen. Im Rennen dann brauche ich einen guten Start, dann sollte einiges möglich sein", erklärte Krummenacher.
Teamchef Marco Rodrigo ergänzte: "Auch der zweite Trainingstag hier in Assen war vom Wetter stark beeinträchtigt. Den ganzen Tag über hatten wir Mischverhältnisse. Am Schlimmsten sind jedoch die immer wieder einsetzenden Regenschauer, die nach wenigen Minuten wieder vorbei sind. Bei weder nasser noch trockener Fahrbahn kann man gar nichts erarbeiten. Das war zwischenzeitlich in FP2 am Vormittag, sowie auch im Qualifying am Nachmittag der Fall. Nach ca. 10, 12 Minuten regnete es kurz, worauf wir lange in der Box zugewartet haben. Wir hätten zu Beginn mehr attackieren sollen, aber im Nachhinein weiß man es immer besser. Unser letzter Run war dann eigentlich nur mehr dazu da, um unseren Gästen und den Fans zuzuwinken. Angesichts dieser Umstände ist der 17. Startplatz ok. Wie wir wissen werden die Punkte erst nach dem Fallen der Zielflagge vergeben und bis dorthin haben wir noch etwas Zeit, um uns für das Rennen noch besser vorzubereiten."

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