Was faszinert Sie an der Grand Prix Masters Serie?
Nigel Mansell: Schon seit Jahren wurde über eine solche Serie diskutiert, aber bis heute hat es niemand in die Tat umgesetzt. Ich bin froh, dass das nun geschehen ist. Denn das Konzept ist absolut fantastisch. Ich habe letzte Woche die Fabrik besucht und mir das GP Masters Auto angesehen und alles ist erste Sahne. Das Chassis und der Motor werden für die Leute ein Schock sein, wenn sie es zum ersten Mal sehen und hören. Es ist viel besser als ein F1-Auto aus den 80er Jahren und es ist genau jene Sorte Auto von der wir Fahrer träumen! Zuerst legt den Wert auf die Fähigkeiten des Fahrers, nicht nur auf das der Designer und Ingenieure. Alle werden das gleiche Material besitzen und das wird einen frischen Wind im Motorsport verursachen.
Wie wird das für die Fans aussehen?

Nigel Mansell: Die Autos sind nicht so kompliziert. Sie haben keine Traktionskontrolle, was bedeutet, dass man sich auch einmal drehen kann und die Reifen durch einen unvorsichtigen Fahrstil beschädigt werden. Alles ist gleich, weshalb die Fahrhöhe, die Aufhängungseinstellungen und die Reifenwahl von den Organisatoren getroffen werden. Dadurch erhält keiner einen Vorteil gegenüber den anderen. Ich glaube das hat die Fahrer am meisten begeistert. Das Wochenendformat ist ebenfalls gut durchdacht. Wir haben genügend Trainingszeit um die Autos abzustimmen und es gibt eine gute Qualifying-Session, in der wir so viele Runden fahren können wie wir möchten. Das ist für die Fahrer und Zuschauer großartig. Es wird nicht wie das Einrunden-Qualifying in der heutigen F1 sein. Das ist aus meiner Sicht einfach nur Müll.
Wie werden Sie sich beim ersten Rennen in Südafrika vom 11. bis 13. November schlagen?
Nigel Mansell: Wir brauchen alle das erste Rennen um uns daran zu gewöhnen. Bis wir die Autos in Action sehen wird keiner wissen, wie schnell sie sein werden. Das bedeutet, dass es anstrengend sein wird sie zu fahren. Die Fitness wird eine wichtige Rolle spielen und das wird jene Fahrer begünstigen, die zuletzt noch Rennen gefahren sind. Aber nicht Leute wie mich, die seit einem Jahrzehnt nicht mehr gefahren sind. Es wäre sicherlich nicht falsch zu sagen, dass ich nicht zu den Favoriten zähle.

Wie wichtig ist es den Fans eine gute Unterhaltung zu bieten?
Nigel Mansell: Das ist der Dreh- und Angelpunkt. Jedes GP Masters Rennen wird etwas Besonderes sein, weil wir für die Fans, Medien und Sponsoren zur Verfügung stehen. Die berühmten Rennfahrer werden greifbar sein. Die Serie öffnet sich gegenüber allen. Im Vergleich zur modernen Formel 1 wird es komplett anders sein. In der F1 ist heutzutage alles steril und wird zu sehr kontrolliert. Grand Prix Masters Fahrer stehen schon ganz oben und müssen sich nicht mehr beweisen. Wir können ohne Angst jemanden zu beleidigen gegeneinander antreten.
Wie wird es sein wieder gegen Ihren großen Rivalen Alain Prost zu fahren?
Nigel Mansell: Prost wird der große Favorit sein, daran gibt es keinen Zweifel. Er ist in der letzten Zeit viele Rennen gefahren und ich bin seit einer langen Zeit nicht mit in einem Auto gesessen. Aber ich mag der Underdog zu sein. Das war ich in meiner F1-Karriere immer und so wird es auch beim Start der GPM in Kyalami sein.



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