Der Berufung des Berliner Rennstalls gegen den Wertungsausschluss seines Heppenheimer Fahrers Sebastian Vettel (Dallara-Mercedes) in Saisonlauf 16 der Formel-3-Euroserie am 28. August in Zandvoort wurde am Montagabend (26. September) vom Sportgericht des niederländischen Motorsportverbandes KNAF stattgegeben. Begründung: Das Wiegen war damals nicht korrekt. Vettel war nach dem Rennen ausgeschlossen worden, weil sein Auto und er das vorgeschriebene Gesamtmindestgewicht von 550 Kilogramm angeblich um 600 Gramm unterschritten hatten.
Damit behalten der 18-Jährige und das ASL-Team Mücke Motorsport die Punkte für den zweiten Platz in diesem Rennen. Vettel, der am Dienstag (27. September) im spanischen Jerez erstmals bei einem Test im BMW-Williams Formel-1-Luft schnuppern durfte, steht somit vorzeitig als Rookie-Meister der Formel-3-Euroserie fest. Zugleich bleibt es dabei, dass der Neuling in dieser Saison bisher fünf Podestplätze auf seinem Konto hat – vier zweite und einen dritten. Damit kann Vettel beim Saisonfinale vom 21. bis 23. Oktober mit den Rennen 19 und 20 auf dem Hockenheimring noch nach Gesamtplatz 3 der hochkarätigen Nachwuchsserie greifen.
"Mit Genugtuung haben wir zur Kenntnis genommen, dass die Gerechtigkeit gesiegt hat", sagte Peter Mücke, der Chef des ASL-Teams Mücke Motorsport, am Dienstag nach seiner Rückkehr von der Berufungsverhandlung in Zandvoort. "Es hat sich gezeigt, dass es sich lohnt zu kämpfen und dass das System funktioniert."
Weiter geht´s für den Berliner Rennstall mit dem 10. und vorletzten Lauf der Deutschen Tourenwagen Masters am kommenden Wochenende (30. September bis 2. Oktober) bei der DTM-Türkei-Premiere in Istanbul.



diese Motorsport Nachricht