Nach dem Doppelerfolg auf dem Nürburgring schickte das Team BMW Motorsport die beiden BMW M3 GTR auch bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps am 31. Juli ins Rennen. Allerdings war die Ausgangslage in den Ardennen eine grundlegend andere als sieben Wochen zuvor auf der Nordschleife. Die GT-Coupés starteten in der Gruppe 2, in der das BELCAR-Reglement gilt. So war der Einsatz der Traktionskontrolle ebenso wenig erlaubt wie die Aufzeichnung von Fahrzeugdaten via mobiler Datenübertragung GPRS. Zudem verlangte das Regelwerk, das Tankvolumen von 120 Litern auf 100 Liter zu reduzieren.

Auf der 6,947 Kilometer langen Strecke mussten sich die 500 PS starken BMW M3 GTR mit den leistungsmäßig überlegenen Fahrzeugen aus der FIA GT-Meisterschaft messen. "Es geht für uns um einen Klassensieg", lautete die entsprechende Marschroute, die BMW Motorsport Direktor Mario Theissen vor dem Rennen ausgab.

Diese Zielvorgabe erfüllte das Team BMW Motorsport in eindrucksvoller Manier. Wie schon auf dem Nürburgring waren Jörg Müller (Hückelhoven), Dirk Müller (Burbach) und Hans-Joachim Stuck (Ellmau), die im Auto mit der Startnummer 142 unterwegs waren, in den Ardennen erfolgreich. Nach 525 Runden machten sie den anvisierten Klassensieg in der Gruppe 2 perfekt. Im Gesamtklassement belegte das deutsche Fahrertrio den sechsten Platz.

Der BMW M3 GTR mit der Startnummer 143 mit den Piloten Pedro Lamy (PRT), Andy Priaulx (GBR), Antonio Garcia (ESP) und Kurt Mollekens (BEL) lag an Position drei sogar auf Podestkurs, als Garcia das Rennen um 3.51 Uhr in der Nacht wegen eines Elektrik-Problems vorzeitig aufgeben musste. Auch Startnummer 142 hatte technischen Schwierigkeiten zu beklagen und verbrachte insgesamt 92 Minuten für Reparaturen in der Box. Weder die Piloten noch die Einsatzmannschaft von Schnitzer Motorsport ließen sich davon entmutigen. Jörg Müller, Dirk Müller und Stuck kämpften sich unverdrossen immer wieder zu den vorderen Ränge vor.

"Ich bin vom Kampfgeist der Fahrer und der Mannschaft beeindruckt", sagte Theissen, der in Spa vor Ort war. "Es gab Runden, in denen der BMW M3 GTR die besten Zeiten im Feld fuhr. Das belegt die gute Performance des Autos auch auf dieser Strecke und in diesem Wettbewerbsumfeld." Für BMW stehen in Spa 21 Gesamtsiege und nun ein weiterer Klassensieg zu Buche.