IndyCar

IndyCar Long Beach 2019: Rossi siegt, Startcrash um Ericsson

Alexander Rossi dominiert das IndyCar-Rennen in Long Beach, Josef Newgarden baut seine Gesamtführung aus. Formel-1-Umsteiger Marcus Ericsson crasht am Start
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Was Valentino Rossi an diesem Abend beim MotoGP-Rennen in Austin verwehrt blieb, schaffte sein Namensvetter Alexander Rossi: Ein Rennen in den USA zu gewinnen. Andretti-Autosport-Pilot Rossi feierte einen ungefährdeten Sieg beim IndyCar-Rennen auf dem berühmten Stadtkurs von Long Beach bei Los Angeles. Josef Newgarden arbeitete sich über die Strategie auf Rang zwei nach vorne und baute seine Meisterschaftsführung aus. Formel-1-Umsteiger Marcus Ericsson war in einen Startunfall involviert.

Der Start: Pole-Setter Alexander Rossi verteidigte seine Führung vor Scott Dixon, Will Power übernahm P3 vor Josef Newgarden und Graham Rahal. Im Hinterfeld krachte es: Spencer Pigot, Jack Harvey und Marcus Ericsson waren im Bereich des Kreisverkehrs in einen Crash verwickelt, was sofort die erste Caution nach sich zog. Nach vier von 85 Runden wurde das Rennen wieder freigegeben.

Der Rennverlauf: Beim Restart änderte sich die Reihenfolge der Top-5 nicht. Rossi und Dixon gaben zunächst die Pace vor, während der Dritte Power und seine Verfolger abreißen lassen mussten. Im Laufe des ersten Stints fiel Dixons Pace immer weiter ab. Rossi konnte dem Iceman deutlich davon ziehen, während Power aufschließen konnte. Weiter hinten im Feld musste Patricio O'Ward Platz um Platz abgeben. Ab Runde 25 gingen die Spitzenfahrer zum ersten Mal an die Box.

Ein Unfall von Santino Ferrucci wenig später barg die Gefahr einer Caution. Einige Fahrer wie Newgarden hatten Glück, dass man ohne Neutralisation auskam. Nach den Stopps sah die Reihenfolge ein wenig anders aus: Rossi lag immer noch um rund sechs Sekunden vorn, nun rangierte jedoch Newgarden auf P2 vor Power, Dixon, Rahal und Ryan Hunter-Reay. Dixon lancierte in Runde 34 in der ersten Kurve einen Angriff auf Power und schickte den Penske-Piloten in die Auslaufzone. Power büßte viel Boden ein und fiel bis auf Rang acht zurück.

Danach plätscherte das Rennen ein wenig vor sich hin, ehe in Runde 54 die ersten Top-Fahrer für den zweiten und letzten Service die Box aufsuchten. Probleme gab es dabei bei Dixon, sein Tankrüssel musste ein zweites Mal angesetzt werden nachdem zunächst kein Sprit floss. Dixon verlor einige Sekunden und kam als Fünfter wieder raus. Rossi führte nun mit rund zehn Sekunden Vorsprung vor Newgarden, Rahal und Hunter-Reay. Interessant war die Reifenwahl für den Schlussstint: Rossi und Newgarden setzten auf die harten Blacks, während Rahal, Hunter-Reay und Dixon die weichen Reds aufzogen.

Die Schlussphase: Rossi und Newgarden verwalteten in den letzten Runden ihre Abstände nach hinten, doch im Kampf um den letzten Podiumsplatz kam noch einmal richtig Spannung auf: Rahal, Hunter-Reay und Dixon rückten wieder dicht zusammen. Das erste Manöver erfolgte vier Runden vor Schluss, als Dixon Hunter-Reay P4 entriss. Hunter-Reay konnte in der Folge nicht mehr mithalten. Rahal behielt im Zielsprint die Oberhand gegen Dixon, allerdings mit unerlaubten Mitteln. Wegen Blockierens wurde Rahal nachträglich von der Rennleitung um einen Platz nach hinten versetzt.

Die Top-10 im Ziel:
1. Alexander Rossi
2. Josef Newgarden
3. Scott Dixon
4. Graham Rahal
5. Ryan Hunter-Reay
6. Simon Pagenaud
7. Will Power
8. Takuma Sato
9. James Hinchcliffe
10. Felix Rosenqvist

Das sagt Sieger Rossi: "Man kann nicht erwarten, so zu dominieren. Wir hätten mit einem harten Kampf gerechnet. Aber das Team hat mir ein fantastisches Auto hingestellt. Das ist der 200. Sieg für Andretti Autosport, und es könnte nicht passender sein als hier. Ich weiß auch nicht, warum ich hier so gut bin. Ich habe einfach ein gutes Auto und eine gute Crew hinter mir. Das ist ein besonderer Sieg. Ich möchte diesen Sieg meinem Großvater widmen, der gestern verstorben ist."

Die Gesamtwertung nach Rennen 4 von 17: Ein Sieg, zwei zweite und ein vierter Platz - mit dieser Bilanz aus den ersten vier Rennen ist Josef Newgarden klar auf Meisterschaftskurs. 166 Zähler hat der Meister von 2017 gesammelt, damit liegt er 28 Punkte vor Alexander Rossi (138), der mit seinem Sieg Gesamtrang zwei übernahm. Scott Dixon (133), Takuma Sato (116) und Ryan Hunter-Reay (96) komplettieren die Top-5.


Weitere Inhalte:
nach 4 von 17 Rennen
Mehr Motorsport
Wir suchen Mitarbeiter
Mitarbeiter Motorsport Designer Journalismus Programmierer Video