IMSA

Keine Chance im Regen - Audi nur im Mittelfeld

Im Regen von Detroit hatte Audi nur die Chance auf Startplätze im Mittelfeld.

Motorsport-Magazin.com - Ähnlich wie im vergangenen Jahr stehen die Audi Piloten beim Rennen der American Le Mans-Serie auf dem "Belle Ile Street Circuit" in Detroit (US-Bundesstaat Michigan) vor einer extrem schwierigen Aufgabe. Auf dem welligen Stadtkurs gehen die beiden Audi R10 TDI des Teams Audi Sport North America am Samstag aus der vierten und fünften Startreihe ins Rennen.

Die Strecke in Detroit gilt als eine der anspruchsvollsten für die Fahrzeuge der LM-P1-Klasse. 2007 war der Rückstand der beiden Audi R10 TDI auf die leichteren LM-P2-Sportwagen im Qualifying ähnlich groß. Von den Startpositionen sieben und acht konnten sich die beiden Diesel-Sportwagen im Rennen dann jedoch auf die Plätze zwei und drei nach vorne arbeiten.

Wechselhaftes Wetter sorgte dieses Mal während des Trainings am Freitag für noch schlechtere Bedingungen als im Vorjahr. Beide freie Trainingssitzungen fanden im Regen statt, an eine vernünftige Abstimmungsarbeit war nicht zu denken. Zum Qualifying war es dann zwar trocken, die Strecke aufgrund der vorangegangenen Regenschauer jedoch ausgesprochen rutschig.

Das Team Audi Sport North America nutzte das 20-minütige Qualifying, um sich auf das Rennen vorzubereiten. An beiden Fahrzeugen wurden Setup-Änderungen ausprobiert, alle vier Fahrer kamen zum Einsatz, was im Qualifying sonst absolut unüblich ist. Lucas Luhr und Marcel Fässler fuhren dabei sogar ihre ersten trockenen Runden auf dem "Belle Isle Street Circuit" überhaupt. Luhr gelang mit 1.15,879 Minuten trotzdem die Bestzeit in der LM-P1-Klasse.

Lucas Luhr und Marco Werner gehen am Samstag mit 66 Punkten Vorsprung in das drittletzte Saisonrennen und haben die Chance, sich bereits vorzeitig den Titel in der LM P1-Fahrerwertung zu sichern. Haben sie nach dem Rennen in Detroit mindestens 55 Punkte Vorsprung, ist ihnen der Titel nicht mehr zu nehmen.

Das Rennen in Detroit beginnt am Samstag um 14:35 Uhr Ortszeit (20:35 Uhr in Deutschland) und dauert 2 Stunden und 45 Minuten. Audi ist auf Stadtkursen in der diesjährigen American Le Mans-Serie bisher ungeschlagen und hat bei den ersten acht Rennen fünf Gesamtsiege erzielt – zuletzt drei in Folge.

Stimmen nach dem Qualifying in Detroit

Lucas Luhr (Audi R10 TDI #2):
Wenn man seine ersten trockenen Runden auf einem neuen Stadtkurs im Qualifying fährt, ist das sicherlich nicht optimal. Unser Auto war heute allerdings auch nicht so gut. Wir haben bis zum Rennen noch einiges zu erledigen. Die Strecke ist einfach unheimlich wellig.

Marco Werner (Audi R10 TDI #2):
Das war ein Tag zum Vergessen mit sehr schwierigen Bedingungen. Wir hatten überhaupt keine Zeit, ein vernünftiges Setup herauszufahren. Das wird ein hartes Rennen für uns, aber wir werden versuchen, noch etwas im Warm-up zu finden. Dann schauen wir mal, was im Rennen passiert.

Marcel Fässler (Audi R10 TDI #1):
Ich konnte leider nicht ganz so viele Runden fahren – und immer unter verschiedenen Bedingungen. Aber darauf muss ich mich einfach einstellen. Morgen im Warm-up wird es trocken sein, dann habe ich noch ein paar Runden. Und im Rennen ist es dann sowieso immer etwas anderes. Ich bleibe zuversichtlich.

Emanuele Pirro (Audi R10 TDI #1):
Wenn man einen Tag sucht, an dem die schwierigsten Bedingungen für unseren R10 TDI herrschen, dann war dieser Tag genau der richtige. Wir mögen Geraden, glatte Strecken und viel Grip. Hier haben wir enge Kurven, eine Menge Bodenwellen und wegen des Regens überhaupt keinen Grip. Auf dieser Art von Strecke müssen wir auch viel an der Abstimmung arbeiten. Auch das war wegen des Regens nicht möglich. Wir haben im Qualifying getan, was wir tun konnten. Morgen ist ein neuer Tag. Wir haben schon oft gezeigt, dass wir im Rennen viel stärker sind. Wir können nur davon profitieren, dass mehr Riefenabrieb auf die Strecke kommt.

Dave Maraj (Teamdirektor Audi Sport North America):
Das war ein schwieriger Tag. Wir hatten weder Zeit, ein vernünftiges Setup zu machen, noch die Fahrer an die Strecke zu gewöhnen. Ich bin sicher, dass noch viel mehr im Auto steckt.


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