IMSA

Audi in Long Beach in der zweiten Startreihe - 3. Lauf in Long Beach

Die LM P2 Boliden dominierten das Qualifying in Kalifornien. Damit wartet ein schwieriges Rennen auf die schwereren Audis.
von Martina Fellner

Motorsport-Magazin.com - Die beiden Audi R10 TDI gehen beim dritten Lauf der American Le Mans-Serie (ALMS) in Long Beach (US-Bundesstaat Kalifornien) am Samstag als schnellste LM P1-Sportwagen aus der zweiten und dritten Startreihe ins Rennen. Im Qualifying am Freitagnachmittag fuhr Audi Pilot Dindo Capello im 650 PS starken R10 TDI die viertbeste Zeit hinter drei leichteren LM P2-Sportwagen. Bei sonnigen und warmen Bedingungen war Teamkollege Emanuele Pirro im Schwesterauto Zweiter in der LM P1-Kategorie und Gesamt-Sechster – ihn trennten lediglich 0,067 Sekunden von Rang fünf.

Nach dem Doppelsieg des Audi R10 TDI beim Stadtrennen in St. Petersburg vor zwei Wochen ist der Einsatz auf der ehemaligen Formel-1-Rennstrecke in Kalifornien bereits der zweite Stadtkurs in Folge. Beim ersten Auftritt der American Le Mans-Serie in Long Beach gestaltete sich die Vorbereitung für die Fahrer und Techniker besonders schwierig. Denn auf der allen Audi Piloten noch unbekannten Strecke standen lediglich 45 Minuten vor dem Qualifying zur Verfügung, um den anspruchsvollen und sehr langsamen Kurs im Hafengebiet von Long Beach kennen zu lernen. Mit einer Dauer von nur 1:40 Stunden ist das Rennen am Samstag zudem das bisher kürzeste in der Geschichte der ALMS.

Das Rennen in Long Beach wird am Samstag um 16:00 Uhr Ortszeit (1:00 Uhr am Sonntagmorgen in Deutschland) gestartet.

Stimmen nach dem Qualifying

Dindo Capello (Audi R10 TDI #1):
"Zu Beginn des Qualifyings war unser Audi wirklich gut, doch die Reifen ließen im Laufe des Trainings nach, so dass es unmöglich war, meine beste Zeit zu unterbieten. Wie beim Stadtrennen in St. Petersburg waren die LM P2-Autos schneller. Wir werden im Rennen kämpfen müssen, um ihr Tempo mitzuhalten."

Allan McNish (Audi R10 TDI #1):
"Die Strecke ist für jeden im Team neu. Es war hart, dass wir nur 45 Minuten Training vor dem Qualifying hatten, aber die Mehrzahl der Konkurrenten war in der gleichen Situation. Wir haben mit dem Audi R10 TDI schnell eine gute Basisabstimmung gefunden und haben dann kleinere Anpassungen vorgenommen. Dindo hat das Beste aus dem Qualifying herausgeholt."

Emanuele Pirro (Audi R10 TDI #2):
"Es war ein enges und spannendes Qualifying – mit einem Satz Reifen konnte man mehr als eine schnelle Zeit fahren, deshalb ging es darum, draußen zu bleiben und zu versuchen, eine perfekte Runde zu finden. Verglichen mit den Top 3 fehlt uns noch ein bisschen Speed. Doch ich glaube, wir sind für das Rennen gut aussortiert. Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden, mit der Platzierung weniger. Wie in St. Petersburg sollten wir uns allerdings im Rennen verbessern."

Marco Werner (Audi R10 TDI #2):
"Es wird sicher ein spannendes Rennen, denn die Zeiten im Qualifying lagen dicht beieinander. Die LM P2-Fahrzeuge haben durch ihr geringeres Gewicht einen Vorteil im Training. Im Rennen sieht das hoffentlich anders aus. Emanuele ist im freien Training viel gefahren, deshalb haben wir einen Fahrerwechsel im Qualifying vorgenommen, damit ich die Strecke noch besser kennenlernen kann."

Dave Maraj (Teamdirektor Audi Sport North America):
"Das Qualifying hat wieder bewiesen, dass uns die LM P2-Fahrzeuge einen Sieg bei einem Stadtrennen sehr schwer machen. Die Fahrer werden im Verkehr stark beansprucht. Für dieses ungewöhnlich kurze Rennen muss das Team eine sehr gute Strategie erarbeiten. Außerdem erschwert die enge Spitzkehre gute Rundenzeiten – doch wir nehmen die Herausforderung an."


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