IMSA

Daytona 24h: Wayne Taylor Racing schlägt wieder zu

Der Cadillac von WRT verteidigt seine Krone bei den 24 Stunden von Daytona mit einem neuen Rundenrekord. BMW setzt sich in der GTLM-Klasse durch.
von Florian Niedermair

Motorsport-Magazin.com - Nach dem Regenchaos aus dem letzten Jahr war das 24-Stunden-Rennen von Daytona 2020 wieder ein klassisches Langstreckenrennen mit langen Runs unter grüner Flagge. Das trockene Wetter und das dramatisch kleine Feld trugen ihren Teil dazu bei. Mit insgesamt 833 Runden stellte das Rennen einen neuen Distanzrekord auf. Der bisherige Rekord lag bei 808 Umläufen aus dem Jahr 2018.

In der DPi-Klasse setzte sich Cadillac mit dem Wayne Taylor Racing-Entry durch. Die Fahrer Kamui Kobayashi, Renger Van der Zande, Ryan Briscoe und Scott Dixon verwiesen den Joest-Mazda mit der Nummer 77, pilotiert von Jarvis, Nunez und Pla, auf die zweite Position. P3 belegten Bourdais, Duval und Barbosa im Mustang-Sampling/JDC-Wagen. Die Acuras von Team Penske mussten mit Unfallschäden schon früh die Segel streichen.

In der LMP2-Kategorie holte sich der favorisierte Dragonspeed-Oreca mit den Fahrern Hedman, Hanley, Braun und Newey den Sieg. Die GTLM ging an den von Rahal Letterman Lanigan eingesetzten BMW mit Krohn, Edwards, Mosters und Farfus. Das Podium komplettierten die beiden Porsche mit der #912 (Bamber, L. Vanthoor, Jaminet) und der #911 (Campbell, Tandy, Makowiecki).

In der GTD-Kategorie sicherte sich Lamborghini einen Doppelsieg. Der Huracan GT3 von Paul Miller Racing (Sellers, Snow, Lewis, Caldarelli) überquerte die Ziellinie vor dem GRT Magnus-Wagen (Potter, Lally, Pumpelly, Mapelli). Platz 3 sicherte sich der Audi von WRT Speedster (Bortolotti, Ineichen, Morad, Vanthoor).

DPi

Der Mazda mit der Nummer 77, der von der Pole in das Rennen ging, hielt zu Beginn des Rennens die Führung. Nach circa drei Stunden schloss der #10-Wagen von Wayne Taylor Racing zu dem Führenden auf und Kobayashi am Steuer sicherte sich die Führung. In der Folge entwikelte sich ein heißer Kampf zwischen Mazda und Cadillac.

Bei den Cadillacs waren neben dem Wayne-Taylor-Wagen auch die #5 von Mustang Sampling und die #31 von Whelen Engineering zeitweise in den Kampf an der Spitze verwickelt, während Mazda mit dem Polewagen mithalten konnte. Der zweite Joest-Mazda mit der #55 konnte zwar auch zeitweise vorne mitfahren, hatte aber über den längeren Run nicht die Pace der Konkurrenz. Beide Acuras hingegen waren nach Unfällen chancenlos im Kampf um den Sieg. Aber auch vor den jeweiligen Crahes fiel es ihnen schwer mit der Spitze mitzuhalten.

LMP2

In der sowieso schon dünn besetzten LMP2-Klasse trennte sich schon früh die Spreu vom Weizen. Überraschenderweise war es jedoch der #52-Wagen von PR1 Mathiasen Motorsports, der in der ersten Rennhälfte das Rennen in der Hand hatte. In der zweiten Rennhälfte konnte der favorisierte #81 Dragonspeed-Wagen seine Muskeln spielen lassen und gewann die Klasse mit drei Runden Vorsprung vor dem PR1-Entry (Keating, Trummer, Boulle, Aubry). Platz 3 ging an Era Motorsports (Tiley, Merriman, Lewis, Minassian).

GTLM

In der traditionell spanenden GTLM-Kategorie blieb das Rennen lange offen. Die beiden Porsches und der #24-BMW setzten sich leicht von der Konkurrenz ab. Doch auch der Rest der GTLM-Klasse blieb auf derselben Runde und konnte so nach Safety-Car-Phasen immer wieder in den Kampf um die Spitze eingreifen. Doch am Ende blieb es ein Kampf von Porsche gegen BWM. In der letzten Rennstunde setzte der BMW mit Jesse Krohn am Steuer das entscheidende Manöver gegen den #911 mit Nick Tandy, der nach einem weiteren intensiven teaminternen Kampf mit der #912 auf den dritten Platz zurückfiel.

Der zweite BMW konnte nach Boxenstopp-Problemen früh im Renen und einem weiteren ungeplanten Trip in die Garage nicht mit den Spitzentrio mithalten. Die beiden Corvette C8.R, zeigten bei ihrem Debüt eine relativ gute Performance. Der Wagen kam mit einer Runde Rückstand auf der vierten Klassenposition ins Ziel.

GTD

In der Klasse mit dem größten Feld blieb wie schon zu erwarten das Feld lange dicht zusammen. In den frühen Stunden ließ sich deshalb kaum eine Prognose abgeben. Erst während der langen Grünphasen kristallisierte sich dann eine Gruppe von Sieganwärtern heraus. Der Porsche #16 von Wright Motorsports, die beiden Lamborghinis von GRT Magnus und Paul Miller Racing sowie der #88-Audi von WRT Speedster hielten sich nach drei Vierteln der Distanz noch in der selben Runde. Die beiden Lambos hatten das bessere Ende für sich. Die #48 von Paul Miller Racing erreichte die Ziellinie vor dem Wagen mit der #44.


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