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IMSA / Kolumne

Jens Klingmann: Krass, Eva Longoria - Jens Klingmann goes USA!

Jens Klingmann schreibt ab sofort für Motorsport-Magazin.com. In seiner ersten Kolumne berichtet der BMW-Pilot von seinen Reisen zu GT-Rennen in den USA.
von Jens Klingmann

Motorsport-Magazin.com - Servus liebe Motorsport-Magazin.com-Leser,

falls ihr euch fragt, was ich diese Saison so treibe: Klingmann goes USA! Ich starte dieses Jahr für BMW in der IMSA Sportscar Championship in den Staaten. Ich bin unglaublich viel unterwegs - seit Januar über 100.000 Flugkilometer! Mein Handy ist wirklich randvoll mit coolen Fotos zu den Reisen an die unterschiedlichen US-Strecken.

Und weil ich immer vergesse, die Bilder auf Instagram zu posten, nutzte ich hier meine neue Kolumne, um euch einen Einblick in mein Leben als Rennfahrer in den USA zu geben. Ist ja doch nix Alltägliches.

Ab sofort schreibe ich euch an dieser Stelle in regelmäßigen Abständen meine Reise-Highlights zusammen. Von Autogrammen im Mietwagen-Center über kuriose Treffen mit Tokio Hotel und Eva Longoria bis hin zu De-Briefings in der Sportsbar...

Ausnahmsweise mal nicht im Rennwagen unterwegs - Foto: Jens Klingmann

Zum kleinen Einstieg:

Was Rennfahrer eigentlich so im Flugzeug auf dem Weg zu Rennen machen. Klar, Vorbereitung aus Wochenende, Infos von BMW Motorsport lesen. Und Filme gucken! Ich kenn´ wirklich alle. Wenn mich Freunde zuhause besuchen, sagen sie: ‚Lass uns den oder den Film schauen´. Ich nur immer: ‚Kenne ich schon...´

Ich habe gelernt, dass du dich auf dem Hinflug in die USA einfach wachhalten musst. Sonst kommst du an und bist mega-müde wegen des Jetlag. Ich versuche immer einen Tag früher anzureisen, um mich vor dem Rennwochenende zu akklimatisieren. Auf dem Rückweg ist es leichter. Da trinke ich auch gern mal ein Glas Rotwein, um abzuschalten. Ich muss ja nicht selber fliegen...

Hollywood-Stars treffen:

Rennfahrer in den USA. Klingt erst mal ganz besonders, weite Welt sehen und so. Wie es meist in Wahrheit läuft: Flughafen, Strecke, Hotel, Strecke, Flughafen. Bei meinen ersten fünf Saisonrennen in Amerika habe ich effektiv nichts vom Land gesehen. Dann ging es sich zeitlich mal gut aus, und ich konnte zum ersten Mal Urlaub mit Arbeit verbinden. Vor dem Rennwochenende in Laguna Seca habe ich mit meiner Freundin eine Woche Urlaub in Los Angeles gemacht.

Wir haben von einem Frühstücks-Restaurant gehört, in dem viele Hollywood-Stars essen gehen. Mussten wir natürlich hin. Und direkt am Tisch neben uns saß Eva Longoria! Die war total entspannt, das fand ich schon krass. Die kannte ich ja nur aus dem Fernsehen von Desperate Housewives. Ja, ich hab´ das früher gerne geschaut... Wenig später bei Starbucks haben wir dann noch Channing Tatum getroffen. Das hat vor allem meiner Freundin gefallen...

Privat unterwegs in den USA - Foto: Jens Klingmann

USA vs. Deutschland:

Auf dem Weg nach Sebring habe ich mir am Flughafen einen Mietwagen geholt. Die Jungs beim Verleih haben in meinen Unterlagen ‚BMW Motorsport´ gelesen und gefragt, ob ich Rennfahrer sei. Natürlich kannten die mich nicht, aber die waren total fasziniert! Ich musste auf der Rechnung dann nicht nur unterzeichnen, sondern auch eine Widmung reinschreiben. In Deutschland ist mir sowas noch nie passiert.

Einmal war ich in einer Shopping Mall. Da wirst du ja meist gefragt, was du in den USA machst. Von meinem Job als Rennfahrer waren die Verkäufer auch total begeistert, obwohl sie außer NASCAR und IndyCars nichts kannten. Wenn ich mir in Köln in T-Shirt kaufe, interessiert es niemanden, wer ich bin oder was ich mache... Ich glaube, die Amerikaner ticken da insgesamt einfach ein bisschen anders.

Netter Ausblick: Sicht von unserem Hotel in Los Angeles - Foto: Jens Klingmann
Endlich mal Urlaub mit Rennen verbinden - Freundin inklusive - Foto: Jens Klingmann

Euer Jens


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