IMSA / Rennbericht

Wieder Pech für Aston Martin und den DeltaWing - Sebring-Auftakt: MSR nach heftigem Crash raus

Der Auftakt in Sebring war deutlich weniger turbulent als im Vorjahr, aber immer noch ereignisreich. Nach Plas Gala wurde die LMP2-Fraktion schnell gerupft.
von Heiko Stritzke

Motorsport-Magazin.com - Die ersten zweieinhalb Stunden haben bereits die ersten Opfer gefordert. Der Ligier von Michael Shank Racing ist bereits raus aus dem Rennen, nachdem Oswaldo Negri Jr. einen heftigen Abflug hatte und seinen LMP2 zerstörte. Bereits zuvor lief bei MSR einiges schief. Der Unfall löste eine von zwei Gelbphasen aus, die insgesamt 50 Minuten andauerten. In Führung liegen derzeit die beiden Corvette DP von Action Express Racing mit Joao Barbosa, Christian Fittipaldi und Sebastien Bourdais in Führung vor dem Schwesterfahrzeug von Eric Curran, Dane Cameron und Max Pais. Auf Rang drei liegt der HPD ARX-03b von Extreme Speed Motorsports mit Ryan Dalziel, Scott Sharp und David Heinemeier Hansson.

Ryan Dalziel beschleunigte beim Start Olivier Pla aus, der jedoch in einem unglaublichen Manöver über die Außenbahn in Turn 1 die Spitze zurückholte. Die beiden LMP2-Prototypen setzen sich an der Spitze bis zum ersten Boxenstopp um fast 30 Sekunden von den Verfolgern ab, Pla fuhr seinerseits zehn Sekunden auf Dalziel heraus - was für eine Vorstellung des Nissan-Werkspiloten! Beim ersten Stopp übergab Pla an Tracy Krohn, wodurch Dalziel, der einen Doppelstint fuhr, die Führung übernahm. Krohn konnte wie erwartet das Tempo nicht mitgehen und drehte sich mehrfach, liegt aber derzeit noch in der Führungsrunde.

Verkorkstes Rennen für Michael Shank Racing

Michael Shank Racing und Chip Ganassi Racing nutzten die erste Gelbphase nach knapp einer Stunde Fahrzeit, um Setupänderungen an ihren Prototypen vorzunehmen. Die Änderungen bei MSR machten sich jedoch nicht bezahlt. Der Ligier JS P2 mit Honda-Power übersteuerte dermaßen, dass Ozz Negri ein weiteres Mal unter grün reinkam und nur knapp die Führungsrunde halten konnte. Um diese zu halten, ging er große Risiken beim Überrunden ein, doch beim Überrunden des Falken-Porsche überfuhr er einen Kerb und katapultierte sich aus dem Rennen, womit er die zweite Gelbphase auslöste.

Im Falle Ganassis war die Setup-Modifikation bitter nötig, denn Joey Hand war bereits drauf und dran, eine Runde zu verlieren. Lediglich die erste Gelbphase rettete die Vorjahres- und Auftaktsieger. Damit lief es für Hand, Scott Pruett und Scott Dixon aber immer noch besser als für den DeltaWing: Memo Rojas musste bereits am Ende der Einführungsrunde die Box aufsuchen. Nach einem kurzen Stopp konnte er das Rennen aufnehmen, kam aber schon nach acht Runden wieder rein. Fast 20 Minuten stand das skurrile Gefährt an der Box, bevor es mit neun Runden Rückstand endgültig mobil wurde.

Festzuhalten bleibt nach den ersten Stunden bei sommerlichen, sonnigen 30 Grad, dass Extreme Speed Motorsports mit Ryan Dalziel sehr stark in Sachen Speed aussieht, bei den Boxenstopps jedoch regelmäßig mehr als zehn Sekunden auf die DPs einbüßt. Insgesamt sahen die LMP2 etwas stärker aus als die Gitterrohrrahmen-Konkurrenz, doch nur der ESM-HPD ist noch konstant gut genug besetzt, um die Corvette DP in die Schranken zu weisen. Der Riley-Ford von Ganassi sieht zunächst chancenlos aus. Noch liegen neun Prototypen in der Führungsrunde.

Aston Martin katapultiert sich aus dem GT-Rennen

Die große Story in der GTLM ist das frühe Zurückfallen des Aston Martins nach nicht einmal einer Stunde: Pedro Lamy hatte gerade an Paul Dalla Lana übergeben, als der V8 Vantage plötzlich ohne rechts Hinterrad parkte und so die erste Gelbphase auslöste. Der Wagen wurde an die Box zurückgeschleppt und ging mit zwölf Runden Rückstand wieder auf die Strecke. Wie schon in Daytona verloren Dalla Lana, Lamy, Darren Turner und Mathias Lauda gleich zu Beginn eine Menge Zeit und alle Chancen auf den Sieg.

Porsche und Corvette machten zunächst die ersten Plätze unter sich aus. Wie üblich in der GTLM gab es nahezu pausenlos Rennaction. Momentan führt der Porsche 911 RSR von Nick Tandy, Patrick Pilet und Richard Lietz vor der Corvette C7.R von Jan Magnussen, Antonio Garcia und Ryan Briscoe sowie dem zweiten Porsche von Jörg Bergmeister, Earl Bamber und Fred Makowiecki. Doch noch liegen alle GTE-Fahrzeuge bis auf den Aston Martin in der Führungsrunde und können sich somit Siegchancen ausrechnen.

Unterschiedliche Strategien in der PC

Colin Braun überholte im Core-Autosport-Oreca gleich am Start den PR1/Mathiasen-Boliden von Polesetter Tom Kimber-Smith. Diese beiden dominierten zunächst das Geschehen, doch die erste Gelbphase warf das Feld über den Haufen, da manche Teams sie für einen Stopp nutzten, aber nicht alle. Das hatte wiederum Auswirkungen auf die Standzeiten in der zweiten Gelbphase, so dass nach zweieinhalb Stunden Bruno Junqueira, Chris Cumming und Gustavo Menezes für RSR Racing das Feld vor Guasch/Palmer/Kimber-Smith im Oreca FLM09 von PR1/Mathiasen Motorsports anführen. Fünf Autos liegen noch in einer Runde.

Auch in der GTD konnte der Polesetter seine Führung nicht verteidigen: Jeroen Bleekemolen wurde in der Riley-Viper von Mario Farnbacher im Alex-Job-Porsche überholt. Die Gelbphasen spülten nach zweieinhalb Stunden die Riley-Viper von Keating/Bleekemolen/Bleekemolen an die Spitze, gefolgt von und dem Paul-Miller-Audi von Haase/Miller/von Moltke und demMagnus-Porsche von Potter/Lally/Seefried. Bei zwölf Fahrzeugen in einer Runde ist hier aber noch lange nicht Feierabend.


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