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IMSA / Rennbericht

Wayne Taylor Racing holt Führung zurück - Action Express Racing wieder in Führungsrunde

Der Kampf um die Führung ist zu einem Vierkampf geworden, ein weiteres Fahrzeug lauert die nächste Gelbphase. In den GT-Klassen gibt es weitere Opfer.
von Heiko Stritzke

Motorsport-Magazin.com - Action Express Racing hat es geschafft: Der Rundenverlust durch den nicht gesteckten Stecker ist aufgeholt. Wie ernst es Joao Barbosa, Christian Fittipaldi und Sebastien Bourdais meinen, zeigten sie mit der zwischenzeitlichen Führung, die sie erst beim jüngsten Boxenstopp an Wayne Taylor Racing wieder verloren haben. In der GTLM-Klasse ist mit dem Falken-Porsche ein weiteres Fahrzeug aus dem Kampf um den Sieg heraus. Der Blitz schlug in der GTD-Kategorie ein, in der die Zahl der Sieganwärter seit dem letzten Bericht sich halbiert hat.

Das clevere taktische Ausnutzen der Gelbphasen hat Action Express Racing wieder in die Führungsgruppe gespült und den Dreikampf zwischen den beiden Ganassi-DPs und dem Fahrzeug von Wayne Taylor Racing zu einem Vierkampf gemacht. Möglich ist, dass sich mit dem Florida-Corvette-DP von Richard Westbrook, Michel Valiante und Mike Rockenfeller ein weiteres Team bei der nächsten Gelbphase in den Kampf um den Sieg einschaltet, aktuell hat man zwei Runden Rückstand. Dem MSR-Ligier hingegen fehlen weiter fünf Runden. In der verbleibenden Zeit kann es kaum so viele Gelbphasen geben, dass die Polesetter noch in den Kampf um den Sieg eingreifen könnten.

Die Ganassi-Fahrzeuge schienen bei Nacht stärker zu sein als zur Tageszeit - Foto: Rolex

Nur noch drei GTLM-Sieganwärter

War es in der GTLM in der zweiten Nachthälfte von dem unglaublichen Vierkampf um die Spitze einmal abgesehen eher ruhig, wurde das Klassement in den Morgenstunden wieder durcheinandergewürfelt: Den Anfang machte der Falken-Porsche, der nach einer großartigen Fahrt in der 18. Stunde ins Fahrerlager geschoben werden musste und seitdem nicht mehr zurückgekehrt ist. Somit blieben nur noch die beiden Corvetten und der weiß lackierte BMW als Siegkandidaten übrig.

Doch fast hätte RLL dem Corvette-Werksteam den Sieg auf dem Silbertablett serviert: Bruno Spengler legte einen spektakulären Ausritt in der Schikane hin, bei dem er nicht nur eine Werbetafel pulverisierte, sondern sich auch die Heckschürze abriss. Das Team reparierte notdürftig ohne eine Runde zu verlieren, aber dem Z4 GTE fehlen seitdem einige aerodynamische Teile im Heckbereich, was das Fahrzeug nervöser macht. Trotzdem halten sich Bill Auberlen, Dirk Werner, Augusto Farfus und Bruno Spengler in der Führungsrunde und kämpften lange mit der gelben Konkurrenz, haben aktuell aber 1:20 Minuten Rückstand und müssen auf regelmäßige Gelbphasen hoffen, um nicht überrundet zu werden.

Auch Corvette Racing hatte einen Schreckmoment wegzustecken: Oliver Gavin verschätzte sich beim Überrunden und berührte zwei Fahrzeuge, so dass einige Teile seiner C7.R wegflogen und er sich einen Reifenschaden zuzog. Das Team packte in einer Blitzaktion viel Klebeband ans Fahrzeug, ohne dass die Nummer 4 auch nur eine Runde verlor.

Auch GTD mächtig gerupft

Aus: Das Team Falken Tire wurde für die starke Leistung nicht belohnt - Foto: Rolex

In der GTD-Klasse reduzierte sich der Kreis der erlesenen Sechs auf genau die Hälfte: Zunächst kam das Aus für Jeroen und Sebastiaan Bleekemolen, Al Carter, Marc Goosens und Ben Keating in der Riley-Viper mit der Startnummer 33 durch einen technischen Defekt, dann drehte sich Rene Rast im Paul-Miller-Audi von der Strecke und schlug in die Streckenbegrenzung ein. Zunächst konnte er ohne Rundenverlust weiterfahren, doch später musste der R8 LMS an die Box zur Reparatur - drei Runden Zeitverlust. Schließlich flog nach 19 Stunden auch noch Francisco Longo im Scuderia-Corsa-Ferrari ab, so dass nun nur noch der zweite Corsa-Ferrari, die zweite Riley-Viper und Alex-Job-Porsche den Sieg unter sich ausmachen.

In der PC-Kategorie gibt es nichts Neues zu vermelden: Core Autosport führt mit zwei Runden Vorsprung auf PR1/Mathiasen Motorsports. Bis auf eine Runde an PR1 herangerobbt hat sich allerdings der Bolide von BAR1 Motorsports, der während der Nacht viel Zeit verloren hatte. Johnny Mowlem, Tom Papadopoulos, Tomy Drissi, Brian Alder und Martin Plowman hätten durchaus noch Siegchancen, sollte es noch zu genug Cautions kommen.


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