Für Lance Stroll hieß es am Wochenende Paul Ricard statt Bahrain. Das vierte Rennwochenende der Formel-1-Saison 2026 fand wegen des Krieges im Iran nicht statt. Stroll folgte stattdessen in die Fußstapfen von Max Verstappen und stieg stattdessen auf GT3-Boliden um. In der GT World Challenge Europe gab er in Paul Ricard sein GT3-Debüt.

Stroll selbst zeigte sich vor dem Wochenende noch optimistisch. "Falls alles zusammenpasst, ist es möglich zu gewinnen." Doch dem war nicht so. Mit Stroll, Ex-Formel-1-Pilot Roberto Merhi und Aston-Martin-Junior Mari Boya (derzeit aktiv in der Formel 2) an Bord belegte der Comtoyou-Aston-Martin mit der Nummer 18 den 48. Platz - und sammelte auf dem Weg dorthin mehr als acht Strafminuten.

Stroll wird 48. und steigt erst bei Nacht ein

Der #18 Comtoyou-Aston-Martin ging vom elften Platz in der Pro-Klasse ins Rennen und vom 15. Startplatz insgesamt. Strolls Zeit war rund neun Zehntel langsamer als die von Teamkollege Boya, der mit einer 1:53,676 die Bestzeit des Teams setzte. Ins Rennen griff Stroll allerdings erst bei Nacht ein. Bis dahin hatten Merhi und Boya schon Strafen gesammelt. Stroll lag also bereits deutlich zurück.

Das sechs Stunden lange GT World Challenge-Rennen startete am Samstag um 18 Uhr und ging bis Mitternacht. Insgesamt sammelten die Teamkollegen rund 8 Minuten und 25 Sekunden an Strafen. Stroll kassierte Strafen für das Ignorieren blauer Flaggen und mehrere Verstöße gegen die Track Limits.

In der Pro-Klasse wurde Strolls Aston Martin 15. und damit Letzter der Klassifizierten in seiner Klasse. Zwei weitere Fahrzeuge aus der Pro-Klasse schafften es nicht ins Ziel. Von insgesamt 49 klassifizierten Autos wurde Strolls Team 48. und Vorletzter.

Schwester-Aston-Martin gewinnt, Tim Tramnitz fährt in die Top 10

Umso bitterer, da der Schwester-Comtoyou-Aston-Martin mit der Nummer 7, pilotiert von Nicki Thiim, Marco Sørensen und Mattia Drudi, das Rennen vor dem #48-MANN-Mercedes von Lucas Auer, Luca Stolz und Maro Engel gewann. Der Garage-59-McLaren 720S GT3 mit Benjamin Goethe, Thomas Fleming und Louis Prette komplettierte das Podium.

Das Team des Comtoyou-Aston Martins mit der Nummer 7 in Paul Ricard.
Strolls Schwester-Auto hatte allen Grund zum Jubeln, Foto: IMAGO/ PsnewZ

Tim Tramnitz gab nach seinem Wechsel aus der Formel 3 ebenfalls sein GTWCE-Debüt in Paul Ricard. Der Deutsche fuhr mit dem #998 BMW-M4-ROWE-GT3 Evo in der Gold-Klasse auf den dritten Platz und beendete das Rennen gemeinsam mit Ugo De Wilde und Jens Klingmann auf Rang 10. Valentino Rossi, der wie Stroll in der Pro-Klasse antrat, beendete das Rennen auf Platz 12 und Platz 9 in seiner Klasse.

Wir haben nach den ersten drei Rennen der Saison ein Fazit gezogen. Wer hat enttäuscht? Wer hat überrascht? Das alles seht ihr im folgenden Video:

F1-Teambilanz 2026: Note 6 für Aston! Was ist bei Ferrari los? (14:27 Min.)