Bester Rookie und so nah dran am Titel. Am Ende hat es knapp nicht gereicht: Wie sind jetzt die Gefühlslage?
Daniel Abt: Um ehrlich zu sein ist es natürlich eine Schande jetzt so ein Gesicht zu ziehen, wie ich es gerade mache, wenn man Zweiter in der Meisterschaft wird. Zu Beginn des Wochenendes hätte ich niemals geglaubt, dass es noch so ablaufen könnte. Aber die Sache ist die: Wenn man dann doch noch in der Position ist, hier zu gewinnen und gerade als ich gehört habe, dass Evans raus ist... dann will man es natürlich schaffen. Ich konnte Ellinas aber nicht mehr hinter mir halten. Er war wirklich schnell und ich wusste ja auch nach gestern schon, dass das ein Problem für mich werden könnte.

Wie geht es jetzt weiter?
Daniel Abt: Ich muss jetzt erst einmal durchschnaufen. Wir hatten ja eigentlich ein perfektes Wochenende und eigentlich ist es ein gutes Ende der Saison... auf P2, so knapp dran, als bester Rookie.

Warum konntest Du Ellinas am Ende nicht mehr abfangen - nachdem er Dich das erste Mal überholt hat, konntest Du ja auch noch einmal kontern...
Daniel Abt: Ja, aber ganz am Ende waren die Vorderräder komplett hinüber, sodass ich kaum mehr hinterherfahren konnte. Aber so läuft das eben.

Natürlich ist die Enttäuschung jetzt sehr groß - aber wenn Dir vor dem Wochenende jemand gesagt hätte, Du holst hier einen Sieg und einen zweiten Platz und kommst noch einmal so nah ran, dann hättest Du das wahrscheinlich schon unterschrieben oder?
Daniel Abt: Ja klar - im Moment überwiegt natürlich die Enttäuschung aber im Endeffekt ging es hier von hinten nach vorne und wenn man bedenkt, von wo ich gekommen bin, war das mit Sicherheit besser als ich es mir vor dem Wochenende und speziell auch nach dem Qualifying erhofft habe. Aber klar ist auch, dass man sich ärgert, wenn man so nah dran ist.