Als erster Pilot konnte Timo Glock einen zweiten Sieg in der GP2 Saison 2007 holen. Ausgerechnet bei seinem Heimspiel konnte der Deutsche einen erneuten Erfolg landen. Nach einem Durchhänger konnte der iSport-Pilot damit wieder einen kleinen Vorsprung in der Meisterschaft herausfahren. Im Samstagsrennen auf dem Nürburgring folgten Lucas di Grassi und Kazuki Nakajima mit einigen Sekunden Rückstand auf den Plätzen.
Am Start musste Glock zunächst den von Platz zwei gestarteten Di Grassi ziehen lassen. Der Brasilianer kam einfach besser weg als der Deutsche und konnte den Sprint zur ersten Kurve, das enge Nadelöhr am Eingang der Mercedes-Arena, für sich entscheiden. Auch Sebastien Buemi wollte so viele Plätze wie möglich gut machen. Doch der Ersatzmann bremste zu spät. Mit blockierenden Rädern kam er nicht rechtzeitig um die Ecke und fuhr über das Hinterrad von Luca Filippi. Beide mussten das Rennen wenig später aufgeben.
Frühes Aus für Andreas Zuber
Auch Andreas Zuber wurde beinahe in die Kollision involviert. Der Österreicher entschied sich für die Außenbahn. Zwar kam er so unbeschadet an den beiden anderen Fahrzeugen vorbei, fiel aber von Platz fünf einige Positionen zurück. Danach lief es für den iSport-Piloten nicht rund. Er konnte das Tempo der Spitzenleute nicht mitgehen und wurde sogar von der Konkurrenz überholt. Letztlich musste der Österreicher mit einem Leistungsverlust und ohne Chance auf den schnellen Geraden das Rennen schon früh aufgeben.
An der Spitze entbrannte ein Zweikampf zwischen Di Grassi und Timo Glock. Beide Autos waren nie mehr als eine Sekunde getrennt. Gleiches galt für die Duelle zwischen Pastor Maldonado und Giorgio Pantano, sowie Adrian Zaugg und Kohei Hirate, die auf den Plätzen drei bis sechs folgten. An der Spitze fand Glock keinen Weg an seinem Vordermann vorbei. Erst als ART seinen Fahrer an die Box beorderte, konnte der Tabellenführer seine Geschwindigkeit ausspielen und den nötigen Vorsprung herausfahren. Selbst in der Boxeneinfahrt gab der Deutsche noch alles. Das lohnte sich. Nach seinem Pflichtboxenstopp blieb Glock vor Di Grassi und konnte wenig später die Führung übernehmen, als auch der Rest des Feldes an der Box war.
Senna kassiert Durchfahrtstrafe
Als letztes absolvierte Pastor Maldonado den vom Reglement vorgeschriebenen Reifenwechsel. Der Venezolaner kam direkt neben seinem japanischen Teamkollegen auf die Strecke zurück. Im Kampf um den fünften Platz hätten sich die Fahrzeuge von Maldonado und Hirate beinahe berührt. Maldonado behielt die Oberhand. Ein paar Runden zuvor endete eine ähnliche Situation in einer größeren Kontroverse: Adam Caroll, schon mit Bremsproblemen kämpfend, ließ bei der Anfahrt zur ersten Kurve eine recht große Lücke, Bruno Senna stach hinein, der Engländer machte dann doch wieder zu, die beiden Autos berührten sich - und während Senna Glück hatte und weiterfahren konnte, war das Rennen für Caroll nach einem Dreher mit abgestorbenem Motor beendet. Die Rennleitung sah Grund zum Eingreifen, belegte Senna - allerdings erst ein paar Runden vor Rennende - mit einer Durchfahrtsstrafe, obwohl viele, darunter auch der dahinter fahrende Spanier Javier Villa, in der Aktion eher einen normalen Rennunfall gesehen hatten. Villa lachte sich jedenfalls ins Fäustchen: Ihm brachte den Zwischenfall den Sprung von Platz zehn auf Platz acht - und die wichtige Pole Position am Sonntag.
Hinter Timo Glock und Lucas di Grassi fuhr Kazuki Nakajima beinahe unbeobachtet von Startplatz sechs nach vorne. Der Japaner steuerte die Box schon früh an und konnte danach mit schnellen Runden glänzen. Belohnt wurde der DAMS-Pilot mit dem dritten Podestrang, hatte in der Schlussphase sogar noch direkten Kontakt zu Di Grassi. Hinter Giorgio Pantano landeten Kohei Hirate und Pastor Maldonado nach einem rundenlangen Zweikampf auf den Positionen fünf und sechs. Siebter wurde Adrian Zaugg. Javier Villa konnte seinen achten Rang verteidigen und startet damit im Sonntagsrennen von der Pole Position.

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