Pastor Maldonado setzt seine Erfolgserie in den monegassischen Straßen fort. Nach dem Triumph beim Formel Renault 3.5 Rennen im vergangenen Jahr und der Pole Position, konnte der Venezolaner auch das heutige Rennen für sich entscheiden. Nach 45 Runden kam der Trident-Pilot vor Giorgio Pantano und Timo Glock ins Ziel. Dessen Teamkollege wurde beim fünften Saisonlauf der GP2 Serie abermals vom Pech verfolgt.

Zuber schied früh aus, Foto: Sutton
Zuber schied früh aus, Foto: Sutton

Erneut traf es zu Beginn des Rennens Andreas Zuber. Wie schon in Barcelona blieb der Österreicher am Start stehen. Diesmal hatte Zuber mächtiges Glück. Auf der engen und unübersichtlichen Start-Ziel-Geraden wurde er nicht von einem anderen Auto über den Haufen gefahren. Trotzdem konnte Zuber das Rennen nicht aus der Boxengasse aufnehmen - die Antriebswelle war gebrochen. Zum zweiten Mal war das Wochenende nach einer guten Qualifikationsleistung schon früh vorbei.

Auch Karun Chandhok durfte die Heimreise verfrüht antreten, er konnte ebenfalls nichts dafür. Der Inder wurde in der ersten Kurve von Andy Soucek, der sich wenig später eine neue Nase holen musste, aus dem Rennen gekegelt. An der Spitze konnte sich Pastor Maldonado behaupten und mit seinem gut liegendem Trident-Auto und freier Fahrt gleich ein paar schnelle Runden auf den Asphalt legen.

Die ersten Boxenstopps wurden schon ab der vierten Runde absolviert. Einer der Ersten war der Franzose Nicolas Lapierre. Mike Conway entschied sich, wie sein Vorgänger, zu einem frühen Reifenwechsel. Bei der Boxenausfahrt unterschätze der Brite die mangelnden Gripverhältnisse auf den kalten Gummis und drehte sich noch bei der Ausfahrt in die Barriere. Wie auch für Sakon Yamamoto, der wenig später in St. Devote in die Reifen krachte, war für den SuperNova-Piloten das Rennen früh beendet.

Lapierre wurde von Buemi aus dem Weg geräumt, Foto: Sutton
Lapierre wurde von Buemi aus dem Weg geräumt, Foto: Sutton

Timo Glock, der auf der siebten Position hinter dem schlecht gestarteten Sebastien Buemi fest hing, kam in der elften Runde zum Service herein. Die Entscheidung lohnte sich, denn Glock konnte durch den frühen Stopp einige Position gutmachen, obwohl er zwischenzeitlich wieder im Verkehr steckte. Über Verkehr konnte der Spitzenreiter Maldonado nicht klagen. Er profitierte sogar vom langsam fahrenden Giorgio Pantano auf der zweiten Position. Dieser hielt die hinter ihm fahrenden Luca di Grassi und Vitaly Petrov auf.

Sebastien Buemi fiel nach seinem Reifenwechsel weit zurück. Bei der Aufholjagd geduldete sich der Ersatzmann von Michael Ammermüller nicht genug. Resultat: Rennen von Nicolas Lapierre zerstört. Buemi drehte den DAMS-Fahrer bei einem zu optimistischen Überholversuch in La Rascasse um. Buemi konnte das Rennen fortsetzen und wurde am Ende Siebter.

Mit deutlichen Kampfspuren an der Nasenspitze machte sich Timo Glock in der zweiten Rennhälfte auf die Verfolgung von Giorgio Pantano. Der führende Pastor Maldonado war schon weit enteilt, doch der große Vorsprung sollte bald auf ein Minimum zusammenschrumpfen. Javier Villa drehte sich nach einem Reifenschaden in der Schwimmbad-Passage, für die Bergung wurde das Safety-Car auf die Bahn geschickt.

Timo Glock schlich sich nach vorne, Foto: Sutton
Timo Glock schlich sich nach vorne, Foto: Sutton

Nach dem Neustart attackierte Luca Filippi Timo Glock. In der Hafenschikane wurde es eng, aber nicht zu eng. Luca Filippi berührte sowohl die Leitplanke als auch seinen Gegenüber. Beide verloren einige Sekunden, konnten aber weiterfahren. Der Rückstand auf die Spitze egalisierte sich 17 Runden vor dem Ziel, als das Safety-Car nach einem Abflug von Jason Tahinci in der Tabak-Kurve erneut zum Einsatz kam.

Bis zur Zieldurchfahrt in der 45. Runde änderte sich an der Reihenfolge nichts mehr. Pastor Maldonado holte sich den Sieg, der trotz der beiden Gelbphasen zu keiner Zeit des Rennens gefährdet war. Nicht nur für den Venezolaner war es der erste Saisonerfolg, sondern auch für sein Team Trident Racing. Den letzten Sieg für die italienische Truppe fuhr ausgerechnet der Unglücksrabe des heutigen Tages, Andreas Zuber, ein.

Hinter Giorgio Pantano stand Timo Glock zum fünften Mal in dieser Saison auf dem Podium. Der Hesse baute damit die Führung in der Meisterschaft aus. Luca Filippi, Luca di Grassi und Vitaly Petrov landeten auf den Rängen vier bis sechs. Sebastien Buemi fuhr bei seinem bisher ersten Einsatz in der Formel 1-Rahmenserie auf einen guten siebten Platz. Den letzten Punkt holte sich Antonio Pizzonia mit der achten Position. Xandi Negrao konnte nach insgesamt drei Reifenwechseln die schnellste Rennrunde fahren.