Formel E

Formel E, Agag: Bis zu sieben Rennen auf permanenten Strecken

Um die Saison zu Ende zu bringen, könnte die Formel E Events auf permanenten Strecken abhalten. Das sagtenun Serien-CEO Alejandro Agag.
von Daniel Geradtz

Motorsport-Magazin.com - Die Formel E nähert sich einem wichtigen Datum: Gemäß des eigenen Bewertungssystems könnten ab dem kommenden Monat wieder Rennveranstaltungen stattfinden, sofern sich die Corona-Krise ausreichend stabilisiert hat.

Diese Bewertung wurde bislang zeitlich noch nicht angepasst. Formel-E-CEO Alejandro Agag blickt entsprechend zuversichtlich in die Zukunft. "Wie wir die Sache einschätzen, könnte es im Mai besser werden, sodass wir mehr Freiräume im Juni und Juli bekommen", so Agag.

Nach den Absagen der Rennen in Sanya, Rom, Paris, Seoul und Jakarta ist der Berlin ePrix (21. Juni) derzeit das nächste Event. "Wir haben Berlin als Zeichen der Hoffnung weiterhin im Kalender", sagte der Spanier. "Danach denken wir an sechs, sieben Rennen, die auf permanenten Strecken ohne Zuschauer ausgetragen werden könnten. Denn dort kann in kurzer Zeit (eine Infrastruktur) aufgebaut werden. Wir arbeiten an Lösungen, die so nah wie möglich an großen Städten liegen", so der CEO der Formel E.

Diese Pläne sind wohl nicht neu. Bevor sich der Coronavirus Anfang März auch in Europa ausbreitete, machten Spekulationen die Runde, nach denen die Meisterschaft mehrere Rennen auf dem Circuit Ricardo Tormo in Valencia austragen wolle. Eine offizielle Bestätigung dieser Pläne gab es nicht.

Saisonfinale in London ist unwahrscheinlich

Das Doubleheader-Wochenende in London bildet nach aktuellem Stand das Finale der Saison 2019/2020. Dabei wird es wohl nicht bleiben. Auf dem Gelände des ExCeL-Zentrums wird aktuell ein Notkrankenhaus betrieben. Gleiches gilt für den Red-Hook-Hafen, auf dessen Gelände der New York ePrix stattfinden soll. "Solche Maßnahmen sind in diesen Zeiten aber leider nötig. Aus genau diesem Grund schauen wir uns nach alternativen Lösungen um." Laut Agag ist es sehr unwahrscheinlich, dass die Events wie geplant stattfinden.

Der Spanier Alejandro Agaga ist der CEO der Formel E - Foto: Formel E

Gegen das Finale in London spricht außerdem: "Wir werden sicherlich die Deadline vom 26. Juli, wenn das zweite London-Rennen hätte stattfinden sollen, überschreiten. Wir haben uns einen Zeitrahmen bis September gesteckt, sodass wir in den letzten Monaten des Jahres 2020 die neue Saison starten können."

Die Elektro-Meisterschaft stellte im vergangenen Monat ein Flaggensystem zur Einschätzung der Corona-Gefährdung vor. Der März und der April sind darin rot gekennzeichnet. Die Serie schloss aus, in diesen beiden Monaten Events auszutragen. Der Mai, nach der Absage des Jakarta ePrix rennfrei, wird mit gelb eingestuft. Erste Rennen könnten demnach ausgetragen werden. Die beiden darauffolgenden Monate sind grün. Das bedeutet: Die Rennen in Berlin, New York und London könnten planmäßig ausgetragen werden.


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