Formel 3

Formel 3 Sotschi, R1: Armstrong siegt, Shwartzman holt Titel

Robert Shwartzman holt beim Samstags-Rennen der Formel 3 in Sotschi Platz zwei hinter Marcus Armstrong, aber das reicht dem Ferrari-Junior zum Titelgewinn.
von Markus Steinrisser

Motorsport-Magazin.com - Marcus Armstrong feiert nach einem knappen Duell mit Teamkollege Robert Shwartzman in Sotschi den Sieg im Samstagsrennen der Formel 3. Shwartzman hat aber genauso Grund zu feiern: Platz zwei reicht dem Russen beim Heimrennen zum vorzeitigen Gewinn des Titels. Jehan Daruvala fehlt die Renn-Pace, um seine Titelchancen am Leben zu halten.

Formel 2: So lief das Rennen

Wetter: Die Regenwahrscheinlicheit wurde mit 80 Prozent angegeben. Pünktlich zur Aufwärmrunde begann leichter Nieselregen, der aber über die ersten Runden hinweg nicht stärker wurde. Daher blieben alle Fahrer zum Start auf Trockenreifen, und auch die Strecke blieb trocken. Die schwarzen Wolken blieben im Hintergrund, nur auf Teilen der Strecke regnete es für die ersten Runden, bevor dann die Sonne herauskam.

Start: Polesetter Robert Shwartzman startete konservativ in das Rennen, während Marcus Armstrong von Reihe zwei aus hervorschoss und vor Kurve zwei schließlich die Führung übernahm. Shwartzman reihte sich dahinter ein und wehrte Attacken von Niko Kari ab.

Jehan Daruvala erwischte einen schlechten Start und fiel kurzfristig auf Platz sechs zurück, Christian Lundgaard und Leo Pulcini gingen auch vorbei. Am Ende der ersten Runde überholten Pulcini und Daruvala aber wieder Lundgaard, damit die Reihenfolge: Armstrong, Shwartzman, Kari, Pulcini, Daruvala, Lundgaard.

Zwischenfälle: Gleich zu Beginn der zweiten Runde drehte sich Bent Viscaal in Kurve 5 auf dem rutschigen Kerb und löste ein Virtual Safety Car aus. Kurz nachdem das Rennen neu gestartet wurden, rutschte Debütant Leong Hon Chio in die Absperrung und löste ein Safety Car aus.

Kurz vor dem erneuten Restart fuhr Juri Vips dann bei der Vorbereitung Lundgaard ins Heck und drehte ihn um. Lundgaard fiel zurück auf Platz 18, Vips bekam dafür eine 10-Sekunden-Strafe.

Rennverlauf: Beim eigentlichen Restart ging Niko Kari auf Angriff. Zuerst holte er sich mit Windschatten Platz zwei von Shwartzman, und machte dann Jagd auf Armstrong. In Runde neun bremste er sich außen in Kurve 13 neben den Führenden, und hielt die Linie - damit übernahm Kari die Führung. Armstrongs Konterversuche verliefen im Nichts. In Runde elf verbremster er sich in Kurve zwei, und musste Shwartzman und Pulcini durchlassen.

Kari konnte seine frisch eroberte Führung nicht halten. In Runde 13 zog Shwartzman mit DRS vorbei auf Platz eins. Bald musste sich Kari auch wieder gegen Armstrong verteidigen, der sich in Runde 14 in Kurve 13 wieder an Pulcini vorbeigebremst hatte. In Runde 17 kassierte Armstrong Kari in Kurve 2.

Finale: An der Spitze profitierte Shwartzman zuerst von den Streitereien und fuhr davon, aber Armstrong eröffnete noch einmal die Jagd. In der letzten Runde bremste er sich in Kurve zwei vorbei und in Führung. Shwartzman, auf Titelkurs, entschied sich schließlich gegen einen Konter und holte einen sicheren Platz zwei, der für den Titel reicht.

Niko Kari verteidigte bis zum Ende erfolgreich Platz drei, Leo Pulcini holte am Ende Platz vier. Jehan Daruvala konnte im Rennen mit der Spitze nicht mithalten und musste sich mit Platz fünf zufrieden geben. Pedro Piquet, Jake Hughes, Juri Vips, Raoul Hyman und Richard Verschoor komplettierten die Top-10.

David Schumacher erlebte ein ungemütliches Renn-Debüt. Tief im Feld von Platz 25 losgefahren, wurde er nach dem Safety Car von Keyvan Andres umgedreht. Er holte am Ende Platz 22, die durch den Dreher verlorene Zeit konnte er nicht mehr aufholen.


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