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Formel 2

Mick Schumacher: So reagiert er auf die F2-Teamkollision

Mick Schumacher und Robert Shwartzman sind beim F2-Sprintrennen in Silverstone kollidiert. Die Schuld will Schumacher (noch) nicht auf sich nehmen.
von Tobias Ebner & Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Es war der große Aufreger des Formel-2-Sprintrennens in Silverstone: Die teaminterne Kollision bei Prema zwischen Mick Schumacher und Robert Shwartzman in der Schlussphase im Kampf um den Rennsieg. Statt eines Doppeltriumphs wurden es so nur die Plätze zwei (Schumacher) und 13 (Shwartzman). Kein Wunder, dass bei Schumacher die Stimmung anschließend gedämpft war.

Noch in der Auslaufrunde schickte Schumacher eine erste Entschuldigung via Boxenfunk an sein Team. Ein Schuldeingeständnis ist das aber noch nicht. "Du willst natürlich niemals mit dem Teamkollegen kollidieren. In diesem Fall war die Situation vom Cockpit aus aber sehr schwer einzuschätzen, weil es vor allem durch die Rückspiegel relativ unübersichtlich ist", will Schumacher die Sache nicht allein auf seine Kappe nehmen.

Unangenehm ist ihm die Situation trotzdem. "Wenn man gegen den Teamkollegen fährt, ist es wichtig, dass man sich gegenseitig Raum gibt. Trotzdem haben wir beide um Positionen und Punkte gekämpft. Deshalb hat das Team gesagt, wir sollen uns Abstand lassen und ruhig bleiben", führte Schumacher auf Nachfrage von Motorsport-Magazin.com weiter aus.

Dabei zeigte die Formkurve bei beiden Prema-Piloten im Sprintrennen deutlich nach oben. Die erste Startreihe hatte man zwar den Plätzen sieben und acht im Hauptrennen zu verdanken. Doch bei deutlich kühleren Temperaturen konnte nur der spätere Rennsieger Yuki Tsunoda Shwartzman und Schumacher das Wasser reichen. "Der Sieg war leicht möglich. Das Reifenmanagement war unglaublich, da haben wir einen riesigen Schritt nach vorne gemacht. Da bin ich dem Team echt dankbar, dass sie so ein großartiges Auto hingestellt haben", lobte Schumacher seine Prema-Crew nach dem Rennen.

Ein abschließendes Fazit der Situation will er noch nicht ziehen. "Wir müssen uns nochmal die Videos ansehen und dann mit dem Team weiter diskutieren", wartet Schumacher noch ab. Die Rennleitung hatte sich die Situation übrigens notiert, ermittelte aber offenbar gegen Shwartzman, der sich bei der Aktion seinen Frontflügel beschädigte. Von einer Strafe sah man letztlich ab. Shwartzman und Schumacher reisen auf den Gesamtpositionen drei und sieben aus Großbritannien ab. Nächste Woche geht es mit der Formel 2 in Barcelona weiter.


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