Formel 2

Formel 2, Strafpunkte: FIA will Regeln überarbeiten

Wegen seiner vielen Strafpunkte hätte Mahaveer Raghunathan in Abu Dhabi gesperrt werden müssen. Doch er blieb verschont. Die FIA will die Regeln ändern.
von Daniel Geradtz

Motorsport-Magazin.com - Mahaveer Raghunathan ist in der abgelaufenen GP2-Saison mehrfach negativ aufgefallen: Er sammelte haufenweise Strafpunkte für Fehlverhalten in den Sessions und den Rennen. Nach dem neunten Saisonlauf hatte er bereits zwölf Strafpunkte auf dem Konto. Dies zwang ihn dazu, bei der sechsten Station auf dem Red Bull Ring auszusetzen.

In der zweiten Saisonhälfte setzte der Inder seine Serie fort. In Abu Dhabi machte er das nächste Dutzend voll. Die aktuellsten Punkte erhielt er in Abu Dhabi für eine nicht korrekt ausgeführte Startübung nach dem Training. Raghunathan fuhr los, obwohl sich noch andere Fahrzeuge vor ihm befanden. Damit hätte er erneut ein Formel-2-Event aussetzen müssen.

Laut dem Reglement der Formel 2 wirkt sich eine Strafe erst auf das darauffolgende Event aus. Raghunathan durfte somit in Abu Dhabi an den Start gehen. In Artikel 38.4 des Sportlichen Regelwerks der Meisterschaft steht außerdem, dass die Strafpunkte wieder aus dem Register gelöscht werden, sobald ein Fahrer die Grenze von zwölf Punkten erreicht. Auch nach der Saison werden die Strafpunkte gestrichen. Einen Übertrag in das neue Jahr wie in der Formel 1 gibt es also nicht. Dort bleiben die Punkte ein Jahr lang bestehen.

Dass Raghunatan gemäß seiner Anzahl an Strafpunkten zwar gesperrt werden müsste, aufgrund der Regelanwendung aber am Rennen der Formel 2 teilnehmen durfte, war ein Präzedenzfall. Diesen soll es in der kommenden Saison laut FIA-Rennleiter Michael Masi nicht mehr geben. Der Australier erklärte nach dem Wochenende in Abu Dhabi: "Es geht eine Revision des Regelwerks zum World Motorsport Council. Das wurde so zwischen der FIA und dem Promoter der Formel 2 und Formel 3 abgestimmt." In der Formel 3 gelten nämlich bezüglich der Strafpunkte dieselben Regeln.

Geht es nach FIA-Präsident Jean Todt, soll das Problem bei der Wurzel gepackt werden: Die Fahrer sollen unter Beweis stellen, dass sie die Fahrzeuge beherrschen, bevor sie an einem Rennen teilnehmen dürfen. "Ich glaube, dass wir die Regelung für die Superlizenzpunkte auch in unteren Kategorien anwenden sollten, beginnend mit der Formel 4, Formel 3 und Formel 2. Die Autos sind sehr, sehr stark und wir es gibt eine Menge Rad-an-Rad-Duelle", sagte der Franzose.


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