Formel 2

Formel 2 Frankreich 2018: Russell gewinnt - Günther nur 13.

Das Samstagsrennen der Formel 2 in Le Castellet wurde beinahe dominiert von George Russell. Sergio Sette Camara und Roberto Merhi komplettierten das Podium.
von Manuel Schulz

Motorsport-Magazin.com - Antonio Fuoco hatte sein Auto vor der Einführungsrunde abgewürgt. Ein Charouz-Mechaniker rannte in die Startaufstellung und konnte das Auto starten. Weil das allerdings verboten ist, wurde Fuoco im Rennen mit einer Stop&Go Strafe belegt. In der Einführungsrunde selbst begann dann der Regen. Allerdings starteten noch alle Fahrer auf den Slick-Reifen.

George Russell konnte seine Pole Position in eine Führung umsetzen, doch Lando Norris, Artem Markelov und Santino Ferrucci würgten ihre Autos ab und mussten in die Box geschoben werden zum nachstarten. Durch den schwerer werdenden Regen drehten sich gleich mehrere Fahrer weg. Luca Ghiotto und Nicholas Latifi fielen ans Ende des Feldes zurück.

Russell konnte sich an der Spitze deutlich von Sergio Sette Camara und Alexander Albon absetzen. Zunehmender Regen machte die Bedingungen sehr schwierig. Roberto Merhi zeigte bei den Bedingungen seine Klasse und gewann eine Position nach der anderen. In nur 15 Minuten hatte er sich von Startplatz 14 bis auf den fünften Platz verbessert.

Jack Aitken und Roy Nissany waren die ersten Piloten, die sich mit Regenreifen versuchten. Ebenso fuhr auch Günther eine Runde später in die Box, bevor das virtuelle Safety-Car ausgegeben wurde, weil Sean Gelael sein Auto nach einem Dreher abgewürgt hat. Allerdings lies der Regen nach, was für die Fahrer auf Regenreifen bedeutete, dass sie sich in der Strategie vergiffen hatten.

So verlor Günther weitere Positionen. An der Spitze fuhr Albon als erster Fahrer zum Reifenwechsel. Ralph Boschung sorgte für das zweite virtuelle Safety-Car, weil er sein Auto auf der Start/Ziel-Geraden abstellen musste. Auch Albon erlebte technische Probleme. Sein Auto wechselte wie schon im Training in den Sicherheitsmodus, was viel Zeit kostete und zu einer langen Reparaturpause führte.

Nach ihren Boxenstopps kämpften Sette-Camara und Russell um die Führung und fuhren dabei als einzige Fahrer 1:47er-Zeiten. Für Merhi hatte sich die extrem gute Startphase ausgezahlt, weil seine direkten Konkurrenten Nyck de Vries und Nirei Fukuzumi auf der Strecke noch zum Reifenwechsel mussten, was die bereinigte dritte Position bedeutete.

Fuoco fuhr ebenso wie Russell, Sette-Camara und Merhi eine unglaubliche Pace. Nach allen Boxenstopps lag Fuoco von Startplatz 15 trotz einer 10-Sekunden-Stop&Go-Strafe auf dem fünften Platz und konnte sogar noch weiter nach vorne attackieren. Allerdings kam de Vries nach seinem Wechsel auf die weicheren Reifen mit einem duetlichen Pace-Vorteil wieder vorbei.

Russells Pace brach zum Ende des Rennens ein und Sette Camara hing drei Runden vor dem Ende im Getriebe des Briten. Allerdings musste sich auch der Brasilianer zurückfallen lassen, weil er sich einen Bremseplatten einfuhr. Russell gewann vor Sette Camara und Roberto Merhi. In der letzten Runde sicherte sich Nicholas Latifi in einem spannenden Zweikampf die Pole für den Sonntag.


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